Olympischer Geist weht auch im Tirol Panorama
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Bestaunten den Olympiabob von 1964: Sammler Karlheinz Strasser, ÖOC-Chef Karl Stoss, Athlet Dominic Andermann, Hannes Gschwentner, Maskottchen Yoggl, IOC-Boss Jacques Rogge, Athletin Melanie Brantner, Kuratorin Isabelle Brandauer und YOG-Chef Peter Bayer (v. l.).Foto: Hammerle
Foto: TT / Julia Hammerle
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Innsbruck – Wer immer schon einmal Mütze und Startnummer Toni Sailers bei den Winterspielen 1956 in Cortina, den Transportbehälter für das olympische Feuer für die Spiele 1964 in Innsbruck, den gefährlich schutzlos wirkenden Olympiabob Österreich I aus demselben Jahr sehen wollte, das Tirol Panorama auf dem Bergisel hält diese Raritäten bereit.
Geschickt angeordnet, muss, wer sich auf den Olympiaparcours mit elf Stationen begeben will, durch das ganze Tirol Panorama und das Kaiserjägermuseum manövrieren. Symbole der sportlichen Völkerverständigung zwischen Relikten der Tiroler (Kriegs-)Geschichte: das süße Schneemann-Maskottchen von Olympia 76 zwischen Mordwaffen der Aufständischen von 1809 und Kanonen der Kaiserjäger. Unvereinbarer Gegensatz oder Symbol der Überwindung?
Kultur und Olympische Spiele seien eng verbunden, erinnerte Isabelle Brandauer bei der gestrigen Eröffnung der Ausstellung, zu der auch Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), gekommen war. So habe es bei den Spielen der Neuzeit bis 1948 auch Wettbewerbe in Architektur, Malerei, Literatur und Musik gegeben. Die enge Bindung von Sport und Kunst sei noch heute erhalten.
Gerade die ersten Jugend-Winterspiele (YOG) wollten mit ihrem Bildungs- und Kulturprogramm diese Tradition hochhalten und für die gesamte Bevölkerung öffnen, betonte YOG-Geschäftsführer Peter Bayer. IOC-Chef Jacques Rogge und Tirols Sportlandesrat LHStv. Hannes Gschwentner gratulierten zu der Kooperation. Viele der Exponate stammen übrigens aus dem Heimatmuseum Seefeld.
Der Olympiaparcours im Tirol Panorama ist bis zum 26. Februar zu sehen. Führungen ohne Anmeldung in Deutsch werden am 29. Jänner sowie 5. und 26. Februar jeweils um 15 Uhr angeboten, in Englisch bis zum 22. Jänner täglich um 15.30 Uhr. (cm)

