12.01.2012, 15:52  Aktualisiert: 13.01.2012, 09:49 
YOG 2012

Eishockeyspielerin wird Österreichs Fahne bei Eröffnungsfeier tragen

Wissenswertes, Kurioses und Witziges: Die Splitter von den 1. Olympischen Jugend-Winterspielen (YOG) in Innsbruck.
Befindet sich bereits in Innsbruck: Rogge.
Foto: TT / Thomas Böhm

Eishockeyspielerin Tamara Grascher ist als Österreichs Fahnenträgerin für die Eröffnungsfeier am Freitagabend ausgewählt worden. Bereits am Vormittag wird die 17-jährige Kärntnerin von den DEC Salzburg Eagles ihr Team als Kapitänin im ersten Gruppenspiel gegen die Slowakei auf das Eis führen.

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IOC-Präsident Jacques Rogge ist am Donnerstagnachmittag in Innsbruck eingetroffen und von ÖOC-Präsident Karl Stoss und Tirols Landeshauptmann Günther Platter begrüßt worden. Am Abend richtete der Olympiaboss im Kongresszentrum seine Grußworte an die 1.059 Teilnehmer und ihre 700 Betreuer. Die vom 69-jährigen Belgier initiierte Jugendveranstaltung ist das vorletzte Großereignis in seiner 2013 endenden Amtszeit, im Sommer folgen als Schlusspunkt noch die Sommerspiele in London.

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Parallel zu den YOG begann in Innsbruck und Seefeld der 75. Kongress des Internationalen Verbandes der Sportjournalisten (AIPS). Offiziell eröffnet wird dieser am Freitagnachmittag in Innsbruck von Bundespräsident Heinz Fischer. Auch Bundeskanzler Werner Faymann und Tiroler Politiker werden die rund 300 Delegierten aus 100 Ländern zum dritten Mal nach 1959 und 2007 in Österreich willkommen heißen. Neben den Jugendspielen werden auch die diesjährige Fußball-EM, Olympia 2014 in Sotschi und natürlich die Ski-WM 2013 in Schladming Hauptthemen des bis Sonntag dauernden Kongresses sein. Insgesamt sind für die YOG rund 900 Medienvertreter akkreditiert.

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Die YOG werden von Mirna Jukic auf spezielle Weise begleitet. Die ehemalige Schwimmerin berichtet auf http://www.mirnaunterwegs.at in Wort, Bild und Video von den Spielen. Die Olympia-Dritte von 2008 war erstmals Anfang Dezember mit dem ÖOC-Aufgebot bei einem Kennenlern- und Motivationstreffen in Schielleiten zusammengetroffen. „Es hat so viel Spaß gemacht“, berichtete die 25-Jährige der APA. „Ich habe einen Vortrag gehalten und dann haben wir ‚team building-exercices‘ gemacht. Richtig cool.“

Bei den Jugendspielen ist es Jukic‘ Aufgabe, Informationen zu sammeln, an die man sonst nicht herankommt. „Ich werde einfach alles beobachten, mit Athleten sprechen, Infos sammeln, um die YOG den Leuten näher zu bringen.“ Sportminister Norbert Darabos sieht diese Aktion als Teil der Initiative, ehemalige Sportler nach Karriereende weiter zu betreuen. Die Erfahrungswerte der Ex-Aktiven sollen so an die Jugend weitergegeben werden.

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Aus Energiespargründen wird das olympische Feuer in den drei Schalen für die Spiele 1964, 1976 und 2012 am Bergisel nur während der Eröffnungsfeier am Freitag für eine Stunde brennen. Anschließend übersiedelt es in kleinerer Ausführung auf die „Medals Plaza“ in der Maria-Theresien-Straße. Die drei Flammen mit einer Höhe von drei Metern würden genauso viel Energie (Gas) in der Stunde benötigen, wie die Beheizung von 2.500 Wohnungen. „Mit grünen Spielen ist das nicht vereinbar“, begründet OK-Chef Peter Bayer die Schmalspurvariante.

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Auch beim Bau des Olympischen Dorfes in Innsbruck auf einem ehemaligen Kasernenareal wurde auf Nachhaltigkeit Wert gelegt. Der Komplex mit insgesamt 444 Wohnungen ist der größte durchgehende Passivhauskomplex Europas. Die 70 Millionen Euro teure Anlage wird nach den Jugendspielen als Familienwohnraum weitergenutzt.

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Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) wird bei den Jugendspielen rund 300 Dopingtests durchführen. Bis 22. Jänner sollen im Auftrag des IOC und des lokalen Organisationskomitees 270 Urin- und 30 Bluttests genommen werden. Gezielte Trainingskontrollen der österreichischen Athleten im Vorfeld hat es nicht geben. Der Großteil ist ohnehin in Nachwuchskadern der Sportverbände erfasst und kann deshalb jederzeit kontrolliert werden. Österreichs Teilnehmer wurden im Vorfeld mehrfach über Anti-Doping-Bestimmungen aufgeklärt und mussten zudem ein Online-Testmodul durchlaufen.

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Das ÖOC hat nach eigenen Angaben als erstes nationales olympisches Komitee weltweit eine eigene Smartphone-App präsentiert. Das seit Wochenbeginn gratis erhältliche Anwendungsprogramm bietet neben YOG-Basisinformationen auch Ergebnisse, Athletenporträts, tagesaktuelle Neuigkeiten und Videos.

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Do, 12.01.2012  15:52
aktualisiert: Fr, 13.01.2012  09:49
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