Rogge vom Gelingen der YOG-Premiere überzeugt
Innsbruck – IOC-Chef Jacques Rogge hat sich am Eröffnungstag der 1. Olympischen Jugend-Winterspiele (YOG) davon überzeugt gezeigt, dass die Premiere in Innsbruck ein voller Erfolg sein wird. „Ich bin zuversichtlich, dass wir exzellente Jugendspiele erleben werden“, erklärte Rogge am Freitag in der neuerlich frisch verschneiten Gastgeberstadt.
„Keine Zweifel an Innsbruck“
Das Konzept der Jugendveranstaltung habe sich bereits bei der 1. Sommerauflage 2010 in Singapur bewährt. Er habe keinen Zweifel, dass Innsbruck mit seiner Erfahrung von zwei Olympischen Spielen und den einzigartigen Wettkampfstätten diesen erfolgreichen Weg fortsetzten wird, so der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) weiter.
Der Belgier betonte, dass er die von seiner Person stets stark geförderte Jugendspiel-Idee nicht als Erbe seiner im kommenden Jahr endenden Amtszeit erachtet. „Ich sehe es nicht als Vermächtnis, sondern als Vision, die weitergeführt wird. Vermächtnisse werden von Toten hinterlassen, ich habe es aber nicht eilig“, scherzte der 69-Jährige.
Lob für das Organisationskomitee
Einmal mehr unterstrich er die Bedeutung des Rahmenprogramms der Jugendspiele. „Das Kultur- und Bildungsprogramm hat bereits in Singapur funktioniert, diesen positiven Einfluss wollen wir fortsetzen“, so der IOC-Boss. Lob gab es von Rogge für die Vorarbeiten des Innsbrucker Organisationskomitees und die gute Zusammenarbeit mit den internationalen Sportverbänden.
Zudem sei mit dem Schnee ein nicht unwesentlicher Faktor ebenfalls reichlich vorhanden, ergänzte er. Die Schneedecke hatte in der Nacht auf Freitag weiteren Zuwachs erhalten und auch in den Stunden vor der Eröffnungsfeier im Bergisel-Stadion schneite es anhaltend. Für das erste Wettkampfwochenende ist aber Schönwetter zu erwarten.
Neue Bewerbe auch für das Olympia-Programm
Rogge bekräftigte außerdem, dass die bei den Jugendspielen eingeführten neuen Bewerbe mittelfristig auch in das Olympia-Programm der Erwachsenen aufgenommen werden könnten. „Das Programm wird ständig überarbeitet. Wir müssen uns auch den Wünschen und Bedürfnissen der Jugendlichen anpassen und dürfen nicht zu konservativ sein“, erklärte der Belgier. Sein eigener Wunsch, dass es bei den YOG keine Nationalflaggen und -hymnen geben soll, ging hingegen nicht in Erfüllung. In dieser Sache habe er sich der Meinung der Mehrheit zu beugen, so Rogge.
Während Rogge im Kongress-Zentrum sprach, hatte das Eishockey-Turnier in der Olympiaworld als einziger Bewerb bereits begonnen. Österreichs Mädchenauswahl feierte im ersten Gruppenspiel gegen die Slowakei einen 9:0-Kantersieg. Die Burschen forderten im Anschluss daran Finnland.
Die ersten 6 von 63 Medaillenentscheidungen werden am Samstag im Skispringen, im alpinen Skilauf und im Eisschnelllaufen fallen. Für Österreich treten Christina Ager, Martina Rettenwender, Mathias Graf und Manuel Schwarz am Patscherkofel im Super-G zu ihren ersten von je vier Einzelbewerben an. Die Skispringer Michaela Kranzl und Elias Tollinger haben in Seefeld hingegen ihre einzige Chancen auf Einzelmedaillen. Außerdem bestreiten die Eisschnellläufer Thomas Petutschnigg und Manuel Vogl zum Auftakt die 500-m-Konkurrenz. (APA)
aktualisiert: Fr, 13.01.2012 17:27



