15.01.2012, 18:20  Aktualisiert: 18.01.2012, 14:46 
Olympia

Rhythmus in das Sportchaos bringen

Offizielle Termine, überall neue Leute und natürlich die Bewerbe selbst. Der perfekte Ort, wo sich junge Athleten von ihren anstrengenden Tagen erholen können, ist derzeit der Congress.
Die Free Beat Company bietet im Congress einmal täglich Trommelworkshops an. Video: Daschil/Pech Foto: Screenshot
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Innsbruck – Im Congress treffen derzeit Sportler aus aller Welt auf zwei passionierte Trommler, Maria Zeisler und Gottfried Jaufenthaler, die die jungen Menschen willkommen heißen. Die beiden schaffen den Rahmen, in dem die gestressten Athleten zur Ruhe kommen und sich selbst entfalten können. Schon bei den olympischen Jugendspielen in Singapur gab es die Möglichkeit, an Trommelworkshops teilzunehmen. Die Veranstalter übten mit den Teilnehmern Rhythmen ein, die Stimmung und Aktion erzeugten. „Wir arbeiten weniger auf dem Entertainmentsektor, sondern wollen den Menschen eine Plattform geben, selbst kreativ zu werden. Weil im Sport alle auf ein Ziel zusteuern und es wenig Freiheiten gibt, ist Raum für eigene Ideen so wichtig. Genau deshalb wurden wir ausgewählt“, erklärt Zeisler. „Wir trommeln spontan los und sehen, was dabei entsteht. Jede Session ist anders“, schildert Jaufenthaler. „Wenn Angst und Druck abfallen, entwickelt jeder für sich selbst meditative Rhythmen, die ihm in diesem Augenbick gut tun. Das ist medizinisch getestet.“


Am Anfang jeder Session wird die Wahrnehmung der Trommler geschärft und ihnen ein Gefühl für den Groove vermittelt. Danach folgt eine halbstündige Improvisation, die anfangs oft chaotisch ist. Davon lassen sich die Workshopleiter aber nicht abschrecken: „Ich habe gelernt, das Chaos zu ertragen, denn die Ordnung, die am Ende daraus entsteht, ist etwas ganz Besonderes.“


Die Workshops sind gut besucht und die beiden Trommler sind mit Feuereifer dabei. Es gelingt ihnen hervorragend den Jugendlichen den Gedanken zu vermitteln, dass Musik dazu da ist, verschiedene Nationen mit einer gemeinsamen Sprache, ohne Aggressionen, zu verbinden. Die junge An-Chi Chen zeigt sich begeistert: „It‘s my first time and I do love it!“ – „Ich bin das erste Mal dabei und ich liebe es!“ (ar, hei)

Der Videobeitrag ist in einer Kooperation zwischen der Tiroler Tageszeitung, dem offiziellen Partnermedium der ersten Olympischen Jugendspiele, und dem Innsbrucker Medienkolleg entstanden.

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom So, 15.01.2012  18:20
aktualisiert: Mi, 18.01.2012  14:46
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