17.01.2012
YOG 2012

Buntes Puzzle wird zum Hingucker

3000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Tirol messen sich derzeit in den olympischen Disziplinen. Die Schulsportchallenge der Jugendspiele geht nach Startschwierigkeiten als Konzept voll auf.
Voller Antrieb beim Schulsport-Biathlon in Seefeld.Foto: Mair
Foto: Mair

Seefeld – Trommelwirbel, Hupkonzerte und Sprechchöre lassen Langläufer, die in einer kitschig schönen Winterlandschaft fast lautlos ihre Runden ziehen, aufschauen und schmunzelnd eine Pause einlegen.

Sie verfolgen, wie unter dem Lärm frenetischer Schlachtenbummler junge Wilde mit Langlaufskiern an den Füßen ihren Puls in schwindelnde Höhen treiben, um Sekunden später am Schießstand ein erstaunlich ruhiges Händchen zu beweisen. „Ach ja, es ist ja Jugendolympia“, hört man einige Leute tuscheln. Stimmt, auch wenn die jungen Biathleten, die an ihnen vorbeischießen, nicht die Olympia-Sportler sind. Es sind Schülerinnen und Schüler aus ganz Tirol, die gemäß dem Motto der ersten olympischen Jugendwinterspiele (YOG) „Teil sein ist alles“ olympische Luft schnuppern wollen.

Bei der YOG-Schulsport-Challenge kommen insgesamt 3000 Kinder und Jugendliche aus 113 Schulen an den Sportstätten der YOG zusammen, messen sich vor oder nach den Wettkämpfen in den gleichen Disziplinen. Auch Fangruppen gehören zur Gesamtwertung dazu. Ein Konzept, das aufzugehen scheint, nicht nur beim Biathlon. Beim Skisprungbewerb der YOG am Samstag in Seefeld gehörten die Fangruppen der 4. Klasse der Sport-Mittelschule in Schwaz zu den auffälligsten und lautstärksten. „Voll cool ist es hier, so eine super Stimmung“, freute sich eines der Mädchen über den Ausflug zu den Jugendspielen. Die Schüler reisen immer gemeinsam mit Lehrern an. Auch die sind von der Aktion angetan: „So bekommen die Schüler einen Bezug zu Olympia, den sie davor nicht hatten“, sagt Tamara Fellier, Klassenvorstand der 1a des BRG-Telfs, während die Telfer Cheerleadergruppe zur Unterstützung der Athleten routiniert ihr Programm abspult. „Vier Tage haben wir geübt“, lachen die Mädchen.

Der tollen Stimmung können sich auch Werner Marg­reiter, Sportchef der YOG, und Wolfgang Oebelsberger, Fachinspektor für Sport und Impulsgeber für die Schulsportbewerbe, nicht entziehen. Startschwierigkeiten durch übereifrige Securitys, die den Jugendlichen am Stadioneingang Transparente abgenommen haben, seien überwunden und geklärt, betont Margreiter. (cm, tb)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Di, 17.01.2012
Weitere Artikel zum Thema
YOG 2012   Mo, 23.01.2012

„Völliger Nonsens“ - Harsche Kritik an YOG von DSV-Alpin-Chef Maier

Der deutsche Alpin-Chef spricht sich im dpa-Interview für die sofortig...

YOG 2012   So, 22.01.2012

IOC-Präsident Rogge lobt YOG 2012: „Das waren zehn ruhmreiche Tage“

1400 freiwillige Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Jug...

YOG 2012   Mo, 23.01.2012

Spiele lösen sich nicht in Rauch auf

Nachdem das olympische Feuer erloschen ist, bleiben die positive Erinn...

AGB Kontakt Impressum