16.01.2012, 21:21  Aktualisiert: 16.01.2012, 21:35 
Olympia

Junge Kunst für junge Sportler

„Für eine Sache brennen“ – erinnert an das olympische Feuer und ist die Botschaft der Kunstausstellung „Naked Fire“. Die „Wall of Fame“ verbindet das Thema Kunst mit den Olympischen Spielen..

Innsbruck – Was man aus dem Holz einer Rotbuche alles machen kann, zeigt der junge Kunststudent Tomek Vollmann aus Wien bei der Ausstellung „Naked Fire“: Er bastelte aus einem gebogenen Ast ein fahrtüchtiges Skateboard.

Zwölf weitere Studierende der Universität für Angewandte Kunst in Wien präsentieren ihre Werke während der Dauer der Olympischen Jugend - Winterspiele im Kunstpavillon und in der Neuen Galerie in Innsbruck.

„Es ist mir ein Anliegen, Arbeiten von jungen Künstlern auszustellen, auch die YOG steht im Zeichen der Jugend“, erklärt Ingeborg Erhart, Geschäftsführerin des Kunstpavillons.

Obwohl die Bereiche Sport und Kunst viele Gegensätze aufweisen, findet man dennoch Berührungspunkte. „In beiden Fällen benötigt man dieselben Fähigkeiten, um erfolgreich zu sein: Disziplin, Spontanität und Ausdauer“, betont Erhart. Außerdem sind Sportler ebenso wie Künstler Wettbewerbssituationen ausgesetzt.

Tirol Werbung und YOG schrieben im Vorfeld der Jugendspiele einen Wettbewerb für ein Kunstprojekt aus. Der Olympische Gedanken „Teil sein ist alles“ sollte dabei transportiert werden. Ausgewählt wurde schließlich das Werk „Wall of Fame“ von Martin Grandits und Alexander Ruthner, einem jungen Künstlerduo aus Wien. Dabei handelt es sich um eine acht Mal zwei Meter lange Mauer, auf der alle YOG-Begeisterten die Möglichkeit haben, sich zu verewigen. „Dadurch entsteht ein dichtes Netz aus Kommentaren, Namen und Motiven“, beschreibt Erhart. Einer der beiden Schöpfer der „Wall of Fame“ ist zudem Studienkollege der bei der „Naked Fire“- Ausstellung vertretenen Künstler. „Ein Zufall“, wie Erharter betont. Dass die „Naked Fire“ Ausstellung in unmittelbarer Nähe zur „Wall of Fame“ zu sehen ist, ist ein weiterer glücklicher Zufall. Schließlich wird das Kultur- und Bildungsprogramm bei der YOG großgeschrieben.

Die „Wall of Fame“ befindet sich derzeit noch im Congress Innsbruck, um allen Athleten, Betreuern und Besuchern die Chance zu bieten, sich auf dem Denkmal zu verewigen. Nach den Olympischen Spielen wird das Kunstwerk im öffentlichen Raum aufgestellt, um das großartige Ereignis in Erinnerung zu behalten. (nire, sape).

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mo, 16.01.2012  21:21
aktualisiert: Mo, 16.01.2012  21:35
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