18.01.2012, 14:44  Aktualisiert: 18.01.2012, 14:56 
YOG 2012

Österreicherinnen beim YOG- Riesentorlauf vom Pech verfolgt

Die Französinnen feierten einen Doppelsieg. Luc Alphand fungierte als perfekter Glücksbringer.
Die Enttäuschung stand Maria Rettenwender nach ihrem Ausfall ins Gesicht geschrieben.
Foto: APA/BARBARA GINDL

Innsbruck – Leer ausgegangen ist das rot-weißrote Team am sechsten Tag der 1. Olympischen Weltjugendspiele in Innsbruck. Denn am Mittwoch konnten auch die alpinen Mädchen Martina Rettenwender und Christina Ager beim Riesentorlauf am Patscherkofel nicht in die Medaillenentscheidungen eingreifen. Es siegte die Französin Clara Direz vor ihrer Landsfrau Estelle Alphand und der Schweizerin Jasmine Suter.

Christina Ager, die bereits Bronze im Super-G gewonnen hatte, wurde mit einem Rückstand von drei Sekunden Neunte. „Im ersten Lauf bin ich mit der Handbremse gefahren, mit dem zweiten Lauf bin ich zufrieden. Ich freue mich jetzt auf meine Lieblingsdisziplin Slalom“, sagte die Tirolerin. Ihre höher eingeschätzte Teamkollegin Martina Rettenwender hatte im ersten Lauf einen Steher (12.) und schied im zweiten Durchgang aus. „Schade aber so etwas kann passieren“, kommentierte Rettenwender ihr andauerndes Pech. Die Salzburgerin verpasste im Super-G und in der Super-Kombination jeweils als Fünfte um jeweils vier hundertstel Sekunden das Podest.

Vor den Augen ihres jubelnden Vaters Luc Alphand raste die junge Französin Estelle Alphand zur Silbermedaille. Sie wird immer mehr zur großen Dominatorin dieser Jugendspiele: Silber war ihre vierte Medaille nach Gold im Super-G, Silber in der Super-Kombination und Bronze mit dem Team.

„Das Renn-Gen und Skifahren hat sie scheinbar von mir“, schmunzelte Luc Alphand, der bei seinen olympischen Auftritten aber ohne Edelmetall geblieben war. „Mich machen die Erfolge von Estelle richtig stolz und ich freue mich mit ihr.“ Zum Skifahren und zum Trainieren mit der Tochter ist der berühmte Vater in den vergangenen Jahren kaum gekommen. „Keine Zeit“, sagte der Gesamtweltcupsieger von 1997. Alphand reiste direkt von der Dakar in Südamerika, wo er als TV-Kommentator im Einsatz war, an. Und er fuhr noch am Mittwochabend weiter nach Kitzbühel. „Die Hahnenkammrennen werden sicherlich wieder total cool“, meinte er. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mi, 18.01.2012  14:44
aktualisiert: Mi, 18.01.2012  14:56
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