07.08.2012
Olympia

Olympia-Souvenirs: Zwischen Pins und Bettwanzen

Die Olympischen Sommerspiele in London und das nie enden wollende Geschäft mit Erinnerungen an ein Jahrhundertereignis.
Standln, Standln, Standln – an jeder Straßenecke warten die Devotionalien.Fotos: Madl (3), PR
Foto: adsfds

Von Florian Madl

London – Wer dabei war, möchte das allen zeigen: Die Olympischen Sommerspiele in London spiegeln sich im Merchandising wider, das Geschäft mit den Devotionalien refinanziert das Spektakel. Allein die elf internationalen Top-Sponsoren zahlen für die Vermarktungsrechte 950 Millionen Dollar, also gut 780 Millionen Euro. Die Tiroler Tageszeitung begab sich auf Streifzug, um nach den Top Ten Olympias Ausschau zu halten. Und sie wurde bei ihrer Recherche nicht nur in Geschäften fündig.

1Pins: Zwar werden die Anstecker mittlerweile auch in den zahlreichen Shops angeboten. Der ursprünglichen Idee, Pin gegen Pin zu tauschen, entspricht das allerdings nicht. 1908 gab es die Länderanstecker zum ersten Mal, 1984 wurden sie als Wirtschaftszweig entdeckt.

2 „Team GB“: Alles mit dem Aufdruck „Team GB“, was für das Gastgeberland steht. Als zu Beginn der Spiele die Erfolge ausblieben, schlief auch der Verkauf ein, erzählt ein Verkäufer nahe der U-Bahn-Station Shadwell. Aber mit Wiggins, Hoy und Ennis sei man mittlerweile in ungeahnte Höhen geklettert.

3 Bettwanzen: In den vergangenen drei Jahren mussten in London aufgrund des hohen Reiseaufkommens Tausende Wohnungen durch Kammerjäger von Bettwanzen befreit werden, nach Erkenntnissen des Senders BBC wird die Lage immer schlimmer. Man ist gewarnt: Im vergangenen Jahr hatte New York eine Epidemie erlebt.

4 Präservative: Es geht dabei weniger um den Inhalt als um den auf der Verpackung befindlichen Spruch oder das Logo. Am höchsten gehandelt: offizielle Athletenkondome, die jeder Sportler bei Bezug des Olympischen Dorfs erhielt. Zehn davon gingen an jeden Athleten.

5 Hauptsache irgendetwas: Olympia-Souvenirs kosten, und das nicht wenig: Sieben Pfund (9 €) hat man noch nie gerne für einen handelsüblichen Plastik-Kugelschreiber gezahlt. Oder zehn Pfund (12 €) für einen Schlüsselanhänger. Oder 85 Pfund (110 €) für einen Teddybären.

6 Eintrittskarten: Wer vor den Spielen keine ergattern konnte, will sie zumindest nach den Spielen in seiner Schublade aufbewahren. Noch stagnieren die Preise für das Geschäft nach dem Geschäft. Aber für eine Karte zur Eröffnungsfeier wurden schon zehn Pfund gegeben. Ein Schnäppchen im Vergleich zu den 1500 Pfund (1750 €), die manche der Karten noch wenige Wochen zuvor gekostet hat. Auch Preiskampf ist eben olympisch.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Di, 07.08.2012
Weitere Artikel zum Thema
Olympia   Di, 14.08.2012

Olympia-Pleite: Österreicher wollen Arnie als „Erlöser“

Eine Umfrage ermittelte eine hohe Unzufriedenheit über die L...

Olympia   Mo, 13.08.2012

Doping-Skandale blieben aus - Viele Ex-Doper mit Medaillen

Eine Neuregelung des Olympia-Ausschlusses von vorbelasteten ...

Olympia   So, 12.08.2012

107:100 gegen Spanien: Basketball-Gold für Topfavorit USA

Die NBA-Startruppe setzte sich im Endspiel gegen Europameist...

Events · Kino · TV · Motor · Multimedia · Musik · Stars · Leben ·
AGB Kontakt Impressum