25.09.2011, 14:36 
Radsport

Armstrong: Keine geschäftlichen Kontakte zu Doping-Arzt Ferrari

Der Trainingsanalytiker sei zwar ein Freund, mit ihm zusammengearbeitet habe der US-Amerikaner aber nicht.
Radsport-Legende Lance Armstrong stellt sich geduldig den Journalisten-Fragen.
Foto: AP

Snowbasin - Lance Armstrong hat jegliche Geschäftsbeziehung zum umstrittenen Mediziner Michele Ferrari und dessen Familie bestritten. Der Trainingsanalytiker, der in Italien auf Lebenszeit nicht mehr praktizieren darf, steht seit April im Mittelpunkt von Doping-Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Padua. Darüber hatte zuletzt die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ berichtet, wobei auch der Name Armstrong gefallen war.

„Ich habe immer zugegeben, dass diese Jungs meine Freunde sind und das wird sich auch nicht ändern“, sagte der Seriensieger der Tour-de-France bei einer Triathlon-Veranstaltung in Snowbasin (Utah), bei der der 40-Jährige Platz fünf belegt hatte. „Um ehrlich zu sein, bin ich immun gegen solche Diskussionen - ich kenne sie seit 15 Jahren“, erklärte Armstrong weiter.

Armstrong hatte nach eigener Auskunft bis 2004 die Dienste Ferraris in Anspruch genommen. Der Mediziner reagierte am Wochenende nach Informationen des Internetportals „Cyclingnews“ mit einer Presseerklärung. Darin teilte er mit, dass sein Sohn Stefano eine Website unterhält, auf der er professionelle Trainingsanleitungen anbietet und sich auf zufriedene Kunden, unter anderen auch Armstrong, beruft.

In den USA laufen seit vergangenem Jahr Ermittlungen gegen Armstrong wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung vor dem Hintergrund angeblich flächendeckenden Dopings in früheren Teams. Doping-Vorwürfe haben Armstrong seine gesamte Karriere verfolgt - er hat sie stets als unbegründet zurückgewiesen. (APA, dpa)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom So, 25.09.2011  14:36
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