07.12.2011, 14:51  Aktualisiert: 07.12.2011, 14:57 
Betrugsverdacht

Winokurow soll Sieg bei Klassiker Lüttich-Bastogne gekauft haben

Wie das Schweizer Magazin „L‘illustre“ berichtet, habe der Kasache seinem Kontrahenten Kolobnew 100.000 Euro für den Sieg geboten haben.
Hat Alexander Winokurow 2010 bei Lüttich-Bastogne betrogen?
Foto: EPA

Lausanne - Der Kasache Alexander Winokurow steht nach einem Bericht des Westschweizer Magazins „L‘Illustre“ unter Betrugsverdacht. Diesmal geht es dabei allerdings nicht um Doping. Der Radprofi soll sich stattdessen 2010 für 100.000 Euro den Sieg beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich gekauft haben, behauptete das Magazin. Auf diese Summe sollen sich Winokurow und der Russe Alexander Kolobnew vor dem Schlussspurt geeinigt haben.

Winokurow ortet Rufschädigung und will juristisch gegen „L‘Illustre“ vorgehen. „Dahinter stecken Leute, die meinen Kopf wollen. Ich kann das Gerede über mich nicht akzeptieren“, betonte der 38-Jährige. „Es ist doch eigenartig, dass ich ein paar Tage zuvor meine Kandidatur für das kasachische Parlament angekündigt habe.“ Der Vuelta-Sieger von 2006 war bei der Tour de France 2007 des Dopings überführt worden, kam aber mit einem Jahr Sperre davon.

Die neuesten Anschuldigungen stützen sich laut „L‘Illustre“ zum einen auf Videobilder des Eintagesrennens, die zeigen, dass Kolobnew keinen Widerstand leistete, als Winokurow 500 Meter vor dem Ziel attackierte, und zum anderen auf einen E-Mail-Verkehr zwischen den beiden Protagonisten. „Kolobnew übermittelte Winokurow am Tag nach dem Rennen seine Bankkoordinaten der BSI in Locarno“, schrieb die größte Illustrierte der Romandie. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mi, 07.12.2011  14:51
aktualisiert: Mi, 07.12.2011  14:57
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