04.02.2012
Snowboard

Vier Fäuste für ein Halleluja

Ausverkauft! Den arktischen Temperaturen zum Trotz setzen 12.500 Fans aufs Liveerlebnis beim heutigen Billabong Air & Style. Neben 1000 TTR-Punkten schlummern 100.000 US-Dollar im Preisgeldtopf.
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Billabong Air & Style auf einen Blick

Programm: 15.00 Einlass 16.30 Contest-Start (Qualifikation) 17.30 1. Runde (Hauptbewerb) 18.50 Sido & Band 19.30 2. Runde (Hauptbewerb) 20.20 Super-Finale 21.00 Beatsteaks

TTR-Ranking (Big Air): 1. Eric Willett 870,77 Punkte 2. Roope Tonteri 752,98 3. Gjermund Braaten 729,95 4. Sebastien Toutant 721,07 5. Seppe Smits 719,65 6. Stale Sandbech 689,36 7. Jamie Nicholls 688,62

Top-12-Fahrer:  1 Peetu Piiroinen (FIN)  2 Sebastien Toutant (CDN)  3 Seppe Smits (BEL)  4 Werner Stock (AUT)  5 Nils Arvidsson (SWE)  6 Ulrik Badertscher (NOR)  7 Stale Sandbech (NOR)  8 Roope Tonteri (FIN)  9 Eric Willett (USA) 10 Eero Ettala (FIN) 11 Yuki Kadono (JPN) 12 Ethan Morgan (GER)

Qualifikation: U. a. mit den Tirolern Peter König und Tom Klocker sowie Clemens Schattschneider (NÖ).

Von Max Ischia

Innsbruck – Wenn 24 der weltbesten Snowboard-Freestyler zur Party des Jahres laden, wenn sich Sido & Band sowie die Beatsteaks um die musikalische Unterhaltung kümmern, wenn sich ein von Werner Stock angeführtes Österreicher-Quartett gegen den Rest der Boarder-Welt auflehnt und wenn 12.500 Fans den arktischen Temperaturen trotzen und die Sechs-Sterne-Tiefkühltruhe namens Bergisel zum Kochen bringen, dann ist Air & Style-Zeit. Willkommen beim ganz normalen Wahnsinn.

Nicht nur, dass stolze 100.000 US-Dollar (ca. 76.117 Euro) im Preisgeldtopf schlummern, fällt heute am Bergisel auch die Entscheidung in der TTR-Big-Air-Wertung. US-Boy Eric Willet würde ein dritter Platz zum Weltcupsieg reichen, aber auch Seppe Smits (BEL) und Stale Sandbech (NOR) wittern noch ihre Chancen.

Als einziger Österreicher hat es der Vorjahresdritte Werner Stock ins 12-köpfige Elitefeld geschafft. Seine Zillertaler Kumpels Peter König und Tom Klocker müssen sich ebenso durch die Qualifikation mühen wie der Niederösterreicher Clemens Schattschneider. Besonders im Fokus stehen vier weitere Jungs, die eines verbindet: ein Sieg beim Air & Style.

Sebastien Toutant (Peking 2010): „Seb Toots“ hat sich seinen Traum bereits erfüllt. Mit zarten 18 Jahren trickste sich der Bursch aus Montreal bei den X-Games zum Slopestyle-Titel. Schon ein paar Monate davor war er der Held des ersten Air & Style in Peking. Jetzt möchte er auch noch die Bergisel-Krone.

Peetu Piiroinen (München 2011): Kein Mann der großen Worte, ganz Finne halt. Aber auf dem Brett gibt es für den bald 24-Jährigen kein Halten. Nach Platz zwei im Vorjahr soll heute das oberste Treppchen als Landezone dienen.

Ulrik Badertscher (Peking 2011): Wer die meisten Schulferien in einer Zirkusschule verbracht hat, der gilt zu Recht als Zaubertüte. Mal schauen, was der Norweger so aus dem Ärmel schüttelt.

Marko Grilc (Innsbruck 2009): Als Ersatzmann ins Hauptfeld gerutscht, landete der Slowene im Dezember 2009 den großen Wurf am Bergisel. Weit anreisen musste er dafür nicht. „Grillo“ bezeichnet Innsbruck schließlich als seine zweite Heimat.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Sa, 04.02.2012
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