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Kitzbühel

Aufwärmen für das Hochamt des Ski-Sports

Mit dem Super-G wärmt sich Kitz für den Höhepunkt der Skiweltcup-Saison auf. Die Promis hielten sich am ersten Renntag noch zurück.

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Kitzbühel – Beim Super-G am Freitag auf der berühmt-berüchtigten Streif in Kitzbühel hat sich das Aufgebot an Stars, Sternchen und Adabeis noch in Grenzen gehalten. Auf der VIP-Tribüne im Zielstadion fanden sich dafür interessierte Kapazunder aus dem Sportbereich wie Ski-Legenden Karl Schranz und Ernst Hinterseer, Ski-Kaiser Franz Klammer, Ex-Weltcupfahrer Bartl Gensbichler, Matthias Lanzinger sowie ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb.

Sie zeigten sich vom Auftakt des Hahnenkammrennens begeistert - nicht zuletzt ob des überraschenden zweiten Platzes des Kärntners Matthias Mayer. „Ich habe große Hochachtung vor Matthias Mayer. Das ist die absolute Krönung für ihn nach seinen Problemen in der Vorbereitung“, sagte etwa Behindertensportler Lanzinger zur APA - Austria Presse Agentur. Lanzinger war gerade von einem Rennen in Tarvis zurückgekehrt.

„Kröll, Reichelt, Sivndal?“

Für die Abfahrt am Samstag prophezeite der ehemalige Weltcupfahrer ein Podest aus „zwei Österreichern und einem Norweger: „Klaus Kröll, Hannes Reichelt und Aksel Lund Svindal werden sich die ersten drei Plätze unter sich ausmachen“. Lanzinger wird bis Samstag in der Gamsstadt bleiben, am „Party-Hopping“ werde er sich nicht beteiligen. „Ich mag es gemütlich und bin bei Freunden zum Essen eingeladen“, meinte er.

Ins selbe Horn stieß Ski-Olympiasieger und Lokalmatador Ernst Hinterseer. „Die Abfahrt werde ich mir im Fernsehen anschauen. Stanglwirt Balthasar Hauser habe ich für die Weißwurstparty abgesagt. Da ist etwas zu viel Trubel“, sagte er. Der Sieg Svindals war für die Ski-Legende „keine Überraschung“, mit einem dermaßen starken Mayer habe er jedoch nicht gerechnet.

ÖTV-Präsident Leitgeb verfolgte das Rennen laut eigenen Angaben „oben bei der Traverse“. „Es war ein unglaubliches Gefühl, das von der Nähe zu beobachten“, sagte Leitgeb der APA. Für die klassische Streif-Abfahrt zeigte sich der Tennis-Manager patriotisch-optimistisch: „Der Sieger kann nur ein Österreicher sein. Ich tippe auf Kröll“. Leitgeb weilt voraussichtlich bis Sonntag in Kitzbühel.

„Seine Karriere ist sensationell“

Die Fahne der Politik hielt beim Super-G Tirols Landeshauptmann Günther Platter (V) hoch. „Matthias Mayer war sensationell. Vor allem im schwierigsten Teil der Strecke ist er exzellent gefahren“, meinte er. Auch über den am 25. Platz klassierten Landsmann Benjamin Raich war Platter voll des Lobes: „Ich gratuliere ihm zu seinem 400. Weltcuprennen. Seine Karriere ist sensationell. Ich kenne ihn schon seit Kindheitstagen“.

Der Landeshauptmann traf sich laut eigenen Angaben am Freitag noch unter anderem mit Bundespräsident Heinz Fischer beim Stanglwirt in Going. Am Samstag werde er das Abfahrtsrennen besuchen, dann gehe es zum Tirolerball nach Wien, gab er Einblick in sein Wochenendprogramm. (APA)

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