Eurozone-Staatsschulden auf 87,4 Prozent des BIP gesunken
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Österreichs Staatsschuld ging von 72,2 auf 71,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zurück.
Foto: APA (dpa)/TOBIAS KLEINSCHMIDT
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Brüssel/Luxemburg - Die Staatsschulden in der Eurozone sind im dritten Quartal des Vorjahres im Durchschnitt leicht von 87,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal auf 87,4 Prozent zurückgegangen. Nach jüngsten Daten von Eurostat vom Montag gab es in der EU-27 dagegen einen Anstieg von 81,7 auf 82,2 Prozent. Die höchste Staatsverschuldung weist weiterhin Griechenland auf, das eine Erhöhung von 154,7 auf 159,1 Prozent verzeichnete.
Österreichs Staatsschuld ging dagegen von 72,2 auf 71,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zurück. Damit lag Österreich nur an 18. Stelle, einen Platz vor Deutschland am 19. Rang. Positives Schlusslicht mit der geringsten Staatsverschuldung ist weiterhin Estland, wo der Prozentsatz von 6,3 auf 6,1 Prozent sank.
Unter der Maastricht-Grenze von maximal 60 Prozent Staatsverschuldung lagen im dritten Quartal 2011 lediglich 13 der 27 EU-Staaten. Die 14 anderen EU-Länder - unter ihnen Österreich - konnten dieses Kriterium nicht einhalten. Allerdings lagen bei der Gesamtverschuldung nur fünf der 17 Eurostaaten unter der 60-Prozent-Grenze und 12 darüber. Von den zehn Nicht-Euroländern erfüllten dagegen neun das Maastricht-Schuldenkriterium, lediglich Ungarn scherte mit 82,6 Prozent deutlich aus.
Im Vergleich des zweiten zum dritten Quartal konnte Österreich die Staatsschuld um 0,6 Prozent verringern - das ist der fünftbeste Wert innerhalb der EU-27. Mit einem Abbau der Gesamtschuld von 1,6 Prozent lag hier Italien gemeinsam mit Malta an erster Stelle, gefolgt von Rumänien (-1,0 Prozent), Frankreich (-0,8) und Österreich (-0,6). Den höchsten Anstieg verzeichnete Ungarn mit einem Plus von 4,9 Prozent, gefolgt von dem praktisch vor dem Bankrott stehenden Griechenland mit 4,4 Prozent, gefolgt von Portugal (3,6), Dänemark (2,9) und Irland (2,6).
Die Daten für das dritte Quartal 2011 sind aber teils deutlich besser als in der EU-Herbstprognose vom 10. November 2011 vorhergesagt. Damals waren für Griechenland 162,8 Prozent prophezeit worden, mit einer weiteren Steigerung auf 198,3 Prozent im laufenden Jahr. Die durchschnittliche Gesamtverschuldung der Eurozone wurde mit 90,4 Prozent prognostiziert. (APA)
aktualisiert: Mo, 06.02.2012 11:07




