IWF warnt China: Hält Eurokrise an, könnte sich Wachstum halbieren
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Währungsfonds empfiehlt Peking Engagement in der Eurokrise.
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Peking - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat China davor gewarnt, dass sich sein Wirtschaftswachstum nahezu halbieren könnte, sollte sich die europäische Schuldenkrise verschlimmern.
An den Börsen Hongkong und Shanghai drückten diese Warnungen vor Belastungen der europäischen Schuldenkrise für die chinesische Wirtschaft auf die Indizes.
Der Währungsfonds hat China deshalb Investitionen in die krisengeschüttelten europäischen Staaten empfohlen. Laut einem am Montag vorgestellten IWF-Bericht droht China 2012 eine Verringerung des Wachstums um fast die Hälfte wegen der anhaltenden Krise in Europa.
Zwar prognostizierte der IWF China noch immer 8,2 Prozent Wachstum, jedoch könnte sich der Wert um 4 Punkte verringern, wenn die Krise in Europa anhalte.
Mit einer Investition von umgerechnet rund 55 Mrd. Euro könnte der Rückgang des Wachstums um einen Punkt verlangsamt werden, hieß es in dem Bericht.
China zögert bisher mit konkreten Hilfszusagen zur Bewältigung der Schuldenkrise in Europa. Die chinesische Führung versicherte zwar - zuletzt auch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch in Peking -, China wolle Unterstützung leisten und mit den Europäern enger kooperieren, doch blieben viel Fragen offen. Hoffnungen auf schnelle Hilfe dämpfte Peking.
Bisher hatte sich Chinas Führung nur über den Internationalen Währungsfonds an Hilfen für Europa engagieren wollen, in den Gesprächen mit Merkel wurde aber erstmals auch der Euro-Rettungsschirm genannt. Demnach sehen sich die Chinesen den Rettungsschirm EFSF und seinen im Sommer geplanten Nachfolger ESM an.
China verfügt mit 3,18 Billionen US-Dollar (2,4 Billionen Euro) über die weltgrößten Devisenreserven. Davon wird nach Schätzungen ein Viertel in Euro gehalten. (APA/sda/dpa-AFX)




