IHS fixiert gebürtigen Tiroler Keuschnigg als neuen Institutschef
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Keuschnigg ist Experte für öffentliche Finanzen und lehrt und forscht seit 2001 an der Universität St. Gallen in der Schweiz.
Foto: APA (archiv)/KEYSTONE/LUKAS LEHM
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Wien - Christian Keuschnigg (53) hat am Dienstag seinen Vertrag als Direktor des IHS unterschrieben. Der in der Schweiz lehrende Ökonom wird den Posten Anfang Juni antreten. Erst am 14. Mai wird Keuschnigg in einer einer Pressekonferenz vor die Öffentlichkeit treten, kündigten die Präsidenten des IHS-Kuratoriums, Heinrich Neisser, und Vizepräsident Ewald Nowotny am Dienstag an. Der langjährige Institutschef Felderer (70), der eigentlich mit Jahreswechsel in Pension hätte gehen sollen, führt das IHS interimistisch bis Juni weiter.
Keuschnigg, der in den 1990ern bereits als Assistent am Institut für Höhere Studien gearbeitet hat, lehrt seit 2001 an der Universität St. Gallen. Er wolle sich noch nicht inhaltlich zur österreichischen Wirtschafts- und Fiskalpolitik äußern und brauche noch ein paar Monate Zeit, um sich mit den Details der österreichischen Wirtschaftspolitik auseinanderzusetzen, sagte Keuschnigg am Dienstag zur APA. Er hält in St. Gallen eine Professur für „Öffentliche Finanzen“, zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem Besteuerung und Steuerreform, Investitionen und Finanzierung sowie Wohlfahrtssysteme.
Der designierte IHS-Chef will die die derzeit schon relativ hohe Drittmittelfinanzierung (46 Prozent) ausbauen, „zumindest aber halten“, wie er sagt. Das IHS könne - wie andere Institute - auf die (quasi)öffentliche Basisfinanzierung nicht verzichten, man werde sich aber bemühen, die wirtschaftspolitische Beratung zu forcieren.
Keuschnigg wird sein Lehramt in der Schweiz nicht aufgeben, aber reduzieren und nur mehr zwei Tage in der Woche seiner Professur widmen. Das IHS-Kuratorium hatte sich bereits im vergangenen Juli faktisch für den gebürtigen Tiroler entschieden und seine Bewerbung an die erste Stelle gereiht. (APA)
aktualisiert: Di, 07.02.2012 18:10




