Bernanke enttäuscht Börsianer - Nikkei rauscht in die Tiefe
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Fed-Chef Ben Bernanke will sich nicht auf weitere Konjunkturspritzen festlegen. Die Börsianer reagierten enttäuscht darauf.
Foto: dapd
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Tokio - Die Sorgen über die Entwicklungen in der Euro-Zone haben am Freitag an der Tokioter Aktienbörse die chinesischen Maßnahmen zur Stimulierung seiner Wirtschaft in den Schatten gestellt. Außerdem zeigten sich die Investoren enttäuscht, dass die US-Notenbank Fed keine sofortigen Maßnahmen zur Konjunkturbelebung ergriffen hat.
Als Folge sauste der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in den ersten Handelsstunden in die Tiefe und verlor zeitweise mehr als zwei Prozent. Gegen Mittag lag er 1,97 Prozent im Minus bei 8469 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,7 Prozent auf 718 Punkte nach.
Es fehle die Motivation für eine richtige Rally, sagte Fujio Ando, Direktor bei Chibagin Asset Management. Daher nun die Korrektur des Marktes. Die Kursgewinne bislang in dieser Woche basierten nicht auf langfristigen Anlageüberlegungen, sondern seien eher durch die Deckung von Short-Positionen und günstige Kaufgelegenheiten verursacht worden, sagten Händler. Sie reflektierten kein geringeres Risikogefühl.
US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte die Spekulation auf weitere Konjunkturhilfen gebremst und damit die Freude der Wall Street über eine Zinssenkung in China gedämpft. Bernanke wollte sich im US-Kongress nicht auf weitere Geldspritzen festlegen und erklärte, Geldpolitik sei kein Allheilmittel. Nur im Notfall will die US-Notenbank Federal Reserve die US-Wirtschaft zusätzlich mit Geld schmieren. (APA/Reuters)
aktualisiert: Fr, 08.06.2012 07:36



