Ex-Hypo-Vorstand belastet Kulterer schwer
Klagenfurt – Nach der Aufhebung des Ersturteils im Untreueprozess gegen drei ehemalige Manager der Hypo Alpe Adria begann gestern im Klagenfurter Landesgericht die zweite Auflage. Albin Ruhdorfer, Wolfgang Kulterer und Gert Xander wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, der maroden Fluglinie Styrian Spirit zwei Millionen Euro Kredit ohne Besicherung gewährt zu haben.
Als Erstes wurde Gert Xander einvernommen. Er hat dabei seine Mitangeklagten Wolfgang Kulterer und Albin Ruhdorfer belastet. Vieles im Zusammenhang mit der Kreditvergabe an die Airline sei zwischen diesen beiden direkt abgewickelt worden, erklärte er.
Xander, der die Kreditvergabe im Jahr 2005 an die marode Fluglinie selbst bewilligte, blieb auch bei der Neuauflage des Prozesses dabei, dass Unterlagen von renommierten Experten ein positives Bild der Styrian Spirit gezeichnet hätten. Darüber hinaus habe man den Kredit an ein Unternehmen gewährt, dessen größter Eigentümer zu diesem Zeitpunkt das Land Kärnten gewesen sei. Alle Angelegenheiten, in die Haider beziehungsweise das Land Kärnten involviert gewesen sei, seien über Kulterer gelaufen, führte er aus.
Das Beweisverfahren wird heute mit der Einvernahme von Wolfgang Kulterer fortgesetzt. Das Verfahren gegen Ruhdorfer wurde aufgrund einer Erkrankung des Angeklagten vom Richter ausgeschieden. (APA)








