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Staatsschulden

Schuldenstand in Österreich sank im 3. Quartal 2012 auf 73,7 Prozent

Österreich liegt beim Abbau der Staatsschuld am Anteil des BIP mit einem Minus von 1,3 Prozent damit an dritter Stelle hinter Lettland und Malta.

Brüssel - Österreichs Schuldenstand ist im dritten Quartal 2012 auf 73,7 Prozent gefallen. Im zweiten Quartal hatte die öffentliche Verschuldung mit 75,0 Prozent einen Höchstwert erreicht. Österreich liegt beim Abbau der Staatsschuld am Anteil des BIP mit einem Minus von 1,3 Prozent damit an dritter Stelle hinter Lettland, das um 2,6 Prozent sank und Malta (-2,5 Prozent).

Die Verschuldung in der Eurozone ist im dritten Quartal des Vorjahres mit 90,0 Prozent gleich hoch geblieben. In der EU-27 stieg sie dagegen von 84,9 auf 85,1 Prozent. Spitzenreiter ist nach wie vor Griechenland, das seinen Schuldenstand von zuletzt 149,2 auf 152,6 Prozent vergrößerte. Dahinter folgen Italien (126,0 auf 127,3 Prozent), Portugal (117,4 auf 120,3 Prozent) und Irland (111,1 auf 117,3 Prozent). Die niedrigsten Quoten verzeichneten Estland (von 7,3 auf 9,6 Prozent), Bulgarien (von 16,5 auf 18,7 Prozent) und Luxemburg (von 21,0 auf 20,9 Prozent).

Im Vergleich des zweiten und des dritten Quartals 2012 gab es für 15 EU-Länder einen Anstieg, elf registrierten einen Rückgang und in einem Staat (Slowenien) blieb die Verschuldungsquote stabil. Einziger Staat mit einem einstelligen Schuldenstand ist Estland mit 9,6 Prozent. Über 100 Prozent liegen fünf Staaten - Griechenland, Italien, Portugal, Irland und Belgien. Österreich liegt mit seinen 73,7 Prozent auf Rang zwölf. (APA)