Iran lockt asiatische Öl-Kunden mit Discount-Preisen
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Der Iran sucht neue Einnahmequellen.
Foto: EPA
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Singapur - Der Iran will einem Zeitungsbericht zufolge angesichts des baldigen EU-Ölembargos seine Geschäfte mit asiatischen Ländern ankurbeln. Das Land habe einer Reihe potenzieller Kunden, darunter Indien, angeboten, ihre Rechnungen innerhalb von 180 Tagen zu zahlen, berichtete die britische Zeitung „Financial Times“ am Donnerstag unter Berufung auf nicht näher genannte Branchenkenner. Dieser zinslose Kredite entspreche pro Monat einem Preisnachlass von 1,20 Dollar bis 1,50 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter), berichtete die Zeitung weiter.
In der Vergangenheit hat der Iran Ländern wie China für die Zahlung 60 bis 90 Tage eingeräumt. Saudi-Arabien und andere führende Ölexporteure haben ein Zahlungsziel von 30 Tagen. Trotz seiner vergleichsweise günstigen Konditionen falle es dem Iran derzeit schwer, neue Kunden für sich zu gewinnen, hieß es in der Zeitung.
Iran stoppt Ölausfuhren nach Deutschland
Der Iran hat nach iranischen Medienberichten die Ölausfuhren nach Deutschland gestoppt. Nach dem Exportstopp für Frankreich und Großbritannien seien nun auch die Ausfuhren für Deutschland eingestellt worden, berichtete der arabischsprachige Sender Al-Alam am Mittwoch. Auch nach Italien würden die Ausfuhren demnächst gestoppt.
Die EU-Staaten hatten am 24. Jänner wegen des umstrittenen iranischen Atomprogramms beschlossen, schrittweise bis zum 1. Juli ein Ölembargo gegen den Iran durchzusetzen. Daraufhin hatte Teheran seinerseits einen Lieferstopp angekündigt.
Der Anteil iranischen Öls an den deutschen Importen ist gering. Im vergangenen Jahr bezog Deutschland nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen (BAFA) 821.000 Tonnen Rohöl aus dem Iran, das waren 0,9 Prozent der Gesamteinfuhren. Im Dezember 2011 lag der Anteil demnach sogar nur noch bei 0,6 Prozent. (APA/Reuters/AFP)
aktualisiert: Do, 12.04.2012 10:44



