Liste der bestverdienenden Firmen als „Who is Who“ der Ölmultis
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Exxon hat im letzten Jahr kräftig abgesahnt.
Foto: REUTERS
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New York - Diese Rangliste dürften den Autofahrern die Tränen in die Augen treiben: Das US-Magazin „Forbes“ hat die Geschäftszahlen der 2000 größten Unternehmen zusammengetragen, und wenn es um den Gewinn im vergangenen Jahr geht, dann liest sich die Aufstellung wie das „Who is Who“ der Ölmultis. Diese haben 2011 dank der gestiegenen Spritpreise unglaublich gut verdient.
Spitzenreiter ist der US-Konzern ExxonMobil, der Betreiber der Esso-Tankstellen, mit einem Gewinn von unterm Strich 41,1 Mrd. Dollar (31,4 Mrd. Euro). Es folgen die russische Gazprom (31,7 Mrd. Dollar), die britisch-niederländische Royal Dutch Shell (30,9 Mrd. Dollar), die US-amerikanische Chevron (26,9 Mrd. Dollar) sowie die britische BP (25,7 Mrd. Dollar).
Apple auf Rang zwei
Das einzige Nicht-Ölunternehmen, das diese Rangfolge durchbricht, ist Apple. Der kalifornische Elektronikkonzern landet auf dem zweiten Platz mit einem Gewinn von 33,0 Mrd. Dollar. Vor allem zu Weihnachten hatten sich das iPhone-Handy, der Tabletcomputer iPad und die Mac-Rechner glänzend verkauft. Der Erzrivale Microsoft mit seiner Windows- und Office-Software scheffelte 23,5 Mrd. Dollar.
Kaum schlechter steht Volkswagen da mit einem Gewinn von umgerechnet 21,5 Mrd. Dollar. Damit ist VW das bestverdienende deutsche Unternehmen überhaupt. Der Autoriese hatte seine Verkäufe im vergangenen Jahr kräftig steigern können auf 8,3 Millionen Fahrzeuge. Bis 2018 wollen die Wolfsburger der größte Autobauer der Welt werden und den US-Rivalen General Motors vom Thron stoßen. In Sachen Gewinn ist das schon geglückt: Opel-Mutter GM kam auf 9,2 Mrd. Dollar.
Aus Deutschland folgen unter den Spitzenverdienern der Industriekonzern Siemens (8,2 Mrd. Dollar), der Chemiespezialist BASF (8,0 Mrd. Dollar) sowie die Autobauer Daimler (7,3 Mrd. Dollar) und BMW (6,8 Mrd. Dollar) noch vor der Deutschen Bank (5,4 Mrd. Dollar). Spitzenreiter unter den gewinnbringendsten österreichischen Unternehmen ist die Raiffeisen Bank International (RBI), deren Gewinn in der Forbes-Liste mit 1,5 Mrd. Dollar ausgewiesen ist. Die OMV kam laut Forbes unterm Strich auf einen Gewinn von 1,4 Mrd. Dollar.
US-amerikanische und japanische Firmen dominieren
Insgesamt wird die Rangliste der 2000 größten Unternehmen aber von US-amerikanischen und japanischen Konzernen dominiert. Jedoch rücken auch immer mehr chinesische Firmen auf. Spitzenverdiener aus dem Reich der Mitte war im vergangenen Jahr die Bank ICBC mit einem Gewinn von 25,1 Mrd. Dollar, gefolgt von - wie könnte es anders sein - dem staatlichen Ölmulti PetroChina mit 20,6 Mrd. Dollar.
Die ursprüngliche „Forbes“-Rangliste fällt übrigens etwas anders aus: In die Wertung der sogenannten größten Unternehmen fließen neben dem Gewinn auch der Umsatz, die Vermögenswerte und der Börsenwert ein. Das führt dazu, dass sehr viele Banken vorne landen. Aber auch hier setzte sich der Ölmulti ExxonMobil im vergangenen Jahr durch, und verdrängte Vorjahressieger JPMorgan Chase auf Platz zwei. (APA/dpa)
aktualisiert: Do, 19.04.2012 10:24







