Furcht vor Ende der Sparpolitik drückt Börsen ins Minus
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Der Euro fiel zeitweise unter die Marke von 1,30 Dollar.
Foto: KEYSTONE
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Singapur/Frankfurt - Die Wahlergebnisse in Frankreich und Griechenland haben Börsianern zufolge am Montag die Furcht der Anleger vor einem Ende der europäischen Sparbemühungen geschürt. Dax und EuroStoxx50 verloren zur Eröffnung jeweils rund ein Prozent auf 6503 beziehungsweise 2221 Punkte. Der Euro geriet ebenfalls unter Druck und kostete mit 1,3007 Dollar einen knappen US-Cent weniger als zum New Yorker Freitagsschluss. Im Gegenzug kletterte der Bund-Future auf ein neues Rekordhoch von 142,44 Zählern. Die Renditen der französischen und griechischen Anleihen zogen an.
„Die Kluft zwischen den Politikern und den Wählern vergrößert sich“, sagte Steen Jakobsen, Chef-Ökonom der Saxo Bank. „Das sehen wir in Griechenland und Frankreich. Die Wähler senden eine klare Botschaft: ‚Wir sind zu diesen Reformen nicht bereit‘. Dies ist besorgniserregend. Wir stehen vor einer großen Krise in Europa, wirtschaftlich und sozial.“
Zu den größten Verlierern zählten die Finanzwerte, die besonders sensibel auf Nachrichten zum Thema Schuldenkrise reagieren. Der europäische Bankenindex fiel um 1,3 Prozent.
Weil in Frankreich mit Francois Hollande ein Sozialist zum Staatspräsidenten gewählt wurde und in Griechenland die großen Parteien ihre Mehrheit einbüßten, steigen die Bedenken an den Börsen, wie es mit der Schuldenkrise innerhalb der Union weitergeht. Hollande hatte sich im Wahlkampf gegen den strikten Sparkurs Deutschlands gestellt. Inwieweit sich die neue griechische Regierung zum eingeschlagenen Sanierungskurs des Landes bekennen wird, ist unklar. (APA/dpa)
aktualisiert: Mo, 07.05.2012 10:44


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