14.05.2012, 22:56  Aktualisiert: 14.05.2012, 23:21 
EU-Finanzminister

Juncker: Keiner im Euro-Raum ist für Ausstieg Griechenlands

Die EU-Finanzminister erwarten eine rasche Regierungsbildung. Bisher wurde Griechenland mit 148 Mrd. Euro geholfen.

Brüssel – Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat die Bereitschaft der Währungsunion unterstrichen, Griechenland weiter zu helfen. „Ein Ausstieg Griechenlands aus dem Euroraum ist heute nicht Gegenstand unserer Diskussion gewesen. Kein Einziger hat sich dahingehend geäußert“, sagte Juncker nach der Sitzung der Euro-Finanzminister Montagabend in Brüssel.

Es gehe nun darum, dass in Griechenland nach den Wahlen schnell eine neue Regierung gebildet werde. „Die Eurogruppe erwartet sich eine schnelle Regierungsbildung, die sich dann des Rettungsprogramms annimmt und mit ausreichender parlamentarischer Mehrheit voll und ganz die politischen Bedingungen umsetzen wird“.

Nächste Tranche wird freigegeben

Der Euroraum und der Internationale Währungsfonds hätten „seit 2010 signifikante Beiträge geleistet, damit Griechenland seine Probleme bewältigen kann. Mit einem Gesamtbetrag von 148 Milliarden Euro“. Auch die noch offene nächste Tranche von 5,2 Milliarden Euro werde freigegeben.

Es sei aber jetzt seitens Griechenlands nicht der Zeitpunkt, die Reformbemühungen abzuschwächen. „Wir sind jedenfalls fest entschlossen, Griechenland im Euroraum zu behalten“, betonte Juncker. EU-Währungskommissar Olli Rehn schloss sich Juncker an. Man wolle, dass Griechenland wieder zu nachhaltiger Politik zurückfinde und in der Währungszone bleibe.

Fekter: „Die Lage ist ernst“

Finanzministerin Fekter schlug eine harte Linie ein. „Die Lage ist ernst. Im Hinblick auf die Stabilität. Wir haben einen Vertrag, da sind Auflagen einzuhalten, dann fließt Geld. Werden die Auflagen nicht eingehalten, wird auch kein Geld mehr fließen“, sagte Fekter Montagnachmittag vor Beginn der Sitzung der Eurogruppe in Brüssel.

Angesprochen darauf, ob sie einen Austritt Griechenlands begrüßen würde, meinte die Ministerin, „man kann aus der Eurozone nicht austreten, sondern aus der Europäischen Gemeinschaft. Dafür hat der Vertrag Möglichkeiten“.

Ins gleiche Horn stieß auch Deutschlands Bundeskanzlerin Merkel. „Ich glaube, dass es für Griechenland besser ist, es bleibt im Euro-Raum“, unterstrich Merkel in Berlin. Was das Land vor allem brauche, seien Reformen, etwa im Bereich der Verwaltung. Das bedeute, den vereinbarte Gesundungspfad Schritt für Schritt zu gehen. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mo, 14.05.2012  22:56
aktualisiert: Mo, 14.05.2012  23:21
Fahrplaninfo
sperrstunde
Parship
Jobs
Unterkunftssuche

    7. SYMPHONIEKONZERT

    Wann: 23.05.2013
    Wo: Congress Innsbruck, Saal Tirol

    36. Innsbrucker Wochenendgespräche

    Wann: 25.05.2013
    Wo: Tiroler Landestheater -

    Die Geschichte von Babar dem kleinen Ele...

    Wann: 26.05.2013
    Wo: Tiroler Landestheater -

    Trailer - Mutter und Sohn

    Barbu (Bogdan Dumitrache) rast 50 Stundenkilome...

    Trailer: Eine Dame in Paris

    Anne verlässt Estland nach Paris, um sich dort...

    Trailer: Pieta

    Der südkoreanische Filmemacher Ki-duk Kim füh...
    Panoramabilder
    Panoramabilder
    Panoramablick
    Events · Kino · TV · Motor · Multimedia · Musik · Stars · Leben ·
    AGB Kontakt Impressum