09.02.2013, 22:58  Aktualisiert: 10.02.2013, 14:54 
Nach Pannenserie

Boeing sammelte bei Testflug mit Dreamliner Batterie-Daten

Eine Maschine vom Typ 787 war nach Unternehmensangaben am Samstag zwei Stunden und 19 Minuten in der Luft. Der Testflug verlief demnach ohne Zwischenfälle.
Noch ist unklar, wann Passagiere wieder mit dem „Dreamliner“ von Boeing fliegen können. Zumindest sind Testflüge jetzt erlaubt, um den Batterieproblemen auf den Grund gehen zu können.Foto: Fotohinweis
Foto: AP

Washington - Nach der Pannenserie mit seinem Dreamliner hat der US-Flugzeugbauer Boeing einen ersten Testflug mit dem Großraumflugzeug absolviert. Eine Maschine vom Typ 787 war nach Unternehmensangaben am Samstag zwei Stunden und 19 Minuten in der Luft. Der Testflug verlief demnach ohne Zwischenfälle.

Die 13-köpfige Besatzung sammelte während des Flugs Daten über die Leistung der Flugzeug-Batterien unter normalen Flugbedingungen, wie Boeing-Sprecher Marc Birtel erklärte. Anschließend sei die Maschine in Seattle im US-Staat Washington gelandet, von wo aus sie auch gestartet war. Die gesammelten Daten seien Teil der laufenden Ermittlungen, weshalb keine weiteren Details veröffentlicht werden könnten, erklärte Birtel. Im Laufe der Woche seien weitere Testflüge geplant.

Boeing hatte sich von der US-Luftfahrtbehörde FAA Testflüge über unbewohntem Gebiet genehmigen lassen. Nach einer Pannenserie im Zusammenhang mit den Lithium-Ionen-Batterien an Bord der Maschinen hatte die FAA Mitte Jänner ein weltweites Flugverbot für die insgesamt 50 Dreamliner verhängt. Anfang Jänner war bei einem Flugzeug nach der Landung in Boston im US-Staat Massachusetts ein Feuer ausgebrochen. Eine Woche später musste eine weitere Boeing 787 wegen eines Brandes in Japan notlanden.

Boeing stoppte die Auslieferung seines Prestigeflugzeugs, bis das Problem geklärt ist. Die Produktion der Maschinen lief jedoch weiter. An den Ermittlungen zur Ursache der Pannenserie sind die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB, die FAA sowie die japanischen und französischen Behörden beteiligt. Laut NTSB kann es Wochen dauern, bis die Ursache der Pannenserie geklärt ist. (APA/AFP/dpa)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Sa, 09.02.2013  22:58
aktualisiert: So, 10.02.2013  14:54
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