Reuttes Jugendstil-Bahnhof bekommt ein Facelifting
Von Helmut Mittermayr
Reutte – Der Pressesprecher der ÖBB, René Zumtobel, brauchte die Fassade des Bahnhofes Reutte gar nicht mehr genau anzuschauen. „Es war schon höchste Zeit, dass hier etwas getan wird. Aber die Finanzierungsabsicherung hat eben etwas Zeit benötigt“, erklärte er am Donnerstag zum Baubeginn des 2,8 Mio. Euro teuren Projektes. Die Jugendstilfassade wird komplett wiederhergestellt werden. Die ÖBB stehen hier vor einer großen Herausforderung – das ganze Gebäude ist denkmalgeschützt. So werden sogar die Fenster dem ehemaligen historischen Vorbild nachgebaut.
ÖBB-Projektleiter Günter Oberhauser schildert, dass es vor allem im Innenbereich zu den größten Änderungen kommen wird. Wartebereich und Kundenschalter werden komplett neu gestaltet. Zusätzliche Technik wird den Reuttener Bahnhof künftig zur zentralen Zugleitstelle im Außerfern machen. Züge auf der lokalen Bahn sind dann ferngesteuert unterwegs.
Die Bauarbeiten werden bis zum Sommer 2012 laufen. „Für die Fahrgäste wird sich auch augenscheinlich viel ändern. Die Verwinkelungen wird es im Inneren dann nicht mehr geben. Alles wird durchgängig und sogar die Decke aufgebrochen. Nach dem Umbau wird es wieder einen Hallenbereich geben“, freut sich auch der ÖBB-Mann schon auf das Zukünftige. Um dem Publikum den Bahnhof schmackhafter zu machen, wird es ab Sommer 2012 auch ein kleines Geschäft samt Bäckerei geben. Die ÖBB sind gerade auf der Suche nach diesem Dienstleister.
Der Kundenschalter sowie die WC-Anlage werden während der Bauphase in Container umgesiedelt. Zu Baubeginn wird das Gebäude zeitweise nicht mehr passierbar sein. Ein provisorischer Zugang vom Busterminal zu den Bahnsteigen wird dafür eingerichtet.
In den letzten Jahren sind in das Umfeld des Bahnhofs schon sechs Millionen Euro investiert worden. So wurden ein Busterminal und eine Park&Ride-Anlage geschaffen, der Vorplatz samt Kreisverkehr neu gestaltet und die Gleisanlagen und Bahnsteige modernisiert. BM Alois Oberer und GR Wolfgang Haas waren sich einig, dass das generalsanierte Bahnhofsgebäude „eine Bereicherung für den inneren Ring in Reutte“ werden wird.






