14.02.2012
Reutte

Raiba Reutte: „Mängel“ bei Kampf gegen Geldwäsche

Finanzkontrolleure sollen „gravierende Mängel“ bei Prävention von Geldwäsche und Terror-Finanzierung festgestellt haben. Bank: kein Kommentar.
Auch eine Verletzung der Sorgfaltspflicht soll der Raiffeisenbank Reutte im nun vorliegenden Prüfbericht vorgeworfen werden. Foto: Mittermayr
Foto: wacker

Von M. Strozzi und N. Werlberger

Reutte – Im Zusammenhang mit der Raiffeisenbank Reutte wird in Österreich weiter ermittelt. Wie berichtet, geht es um Vorwürfe der Geldwäscherei und der Nötigung. Ein früherer leitender Mitarbeiter der Raiba hatte den Stein ins Rollen gebracht. Daraufhin hatte die Oesterreichische Nationalbank im Auftrag der Finanzmarktaufsicht (FMA) im Vorjahr eine Vor-Ort-Prüfung bei dem Kreditinstitut durchgeführt. Mittlerweile ist der Prüfbericht fertig.

Und der soll es in sich haben. Wie die TT aus verlässlicher Quelle erfuhr, soll die Nationalbank in ihrem Prüfbericht massive Versäumnisse der Raiba Reutte mitsamt der Zweigniederlassung in Jungholz festgehalten haben. Konkret soll der Bericht „gravierende Mängel im präventiven System im Kampf gegen Geldwäsche und Finanzierung des Terrors“ festgestellt haben. Auch von Verletzung der Sorgfaltspflicht sei im Schriftstück die Rede.

Raiba-Reutte-Vorstandschef Johannes Gomig hatte im vergangenen Herbst Geldwäsche-Aktivitäten in seinem Institut ausgeschlossen. Den Prüfbericht will er mit Verweis auf die laufenden Erhebungen nicht kommentieren. „Wir haben ein Prüfungsergebnis bekommen, die Nationalbank beschäftigt sich derzeit mit unserer Stellungnahme. Wir wissen nicht, wie die Nationalbank und die Finanzmarktaufsicht unsere Sichtweise werten. Danach wird es ein Gespräch geben, bei dem man die Positionen austauscht“, so Gomig: „Bevor aber keine Ergebnisse vorliegen, können wir den Prüfbericht nicht näher kommentieren, weil wir das auch anders sehen.“

Neben der FMA hat sich auch die Staatsanwaltschaft Innsbruck des Themas Raiba Reutte angenommen. Hier wird noch immer in Bezug auf jene schweren Vorwürfe ermittelt, die ein Ex-Mitarbeiter gegen die Bank erhoben hatte. Es geht dabei, wie berichtet, um die Vorwürfe der Geldwäscherei und Nötigung. Ein Bericht dazu liege noch nicht vor, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Hansjörg Mayr. Worum es sich bei den Nötigungsvorwürfen genau handelt, bleibt weiter im Dunkeln. Wie berichtet gab es Gerüchte, wonach ein Mitarbeiter angeblich im bankeigenen Weinkeller eingesperrt worden sein soll, um ihn dort „zur Vernunft zu bringen“. Gomig hatte dies gegenüber der TT bereits scharf zurückgewiesen und als „irrationale Vorwürfe“ eines enttäuschten Ex-Mitarbeiters bezeichnet.

Gut ausgegangen sein dürfte für die Bank indes eine Kontrolle der deutschen Finanzaufsicht BaFin. Diese unterzog kürzlich das Bankhaus Bauer einer Gesamtprüfung. Die Rai- ba Reutte hatte die Stuttgarter Privatbank 2010 übernommen. Laut Gomig seien „keine Auffälligkeiten“ festgestellt worden. Die BaFin wollte die Prüfung nicht kommentieren.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Di, 14.02.2012
sperrstunde
Parship
Jobs
Unterkunftssuche

    7. SYMPHONIEKONZERT

    Wann: 23.05.2013
    Wo: Congress Innsbruck, Saal Tirol

    36. Innsbrucker Wochenendgespräche

    Wann: 25.05.2013
    Wo: Tiroler Landestheater -

    Die Geschichte von Babar dem kleinen Ele...

    Wann: 26.05.2013
    Wo: Tiroler Landestheater -

    Trailer: Eine Dame in Paris

    Anne verlässt Estland nach Paris, um sich dort...

    Trailer: Pieta

    Der südkoreanische Filmemacher Ki-duk Kim füh...

    Stoker - Die Unschuld endet - Trailer

    An ihrem 18. Geburtstag kommt India Stokers Vat...
    Panoramabilder
    Panoramabilder
    Panoramablick
    Events · Kino · TV · Motor · Multimedia · Musik · Stars · Leben ·
    AGB Kontakt Impressum