Erweitertes Angebot für Langläufer
Von Verena Hofer
St. Johann i. T. – Der Schneefall in den letzten Tagen und Wochen freut nicht nur die Skifahrer, sondern auch die Langläufer im Bezirk. Insbesondere die Veranstalter des 40. Koasalaufs, der Mitte Feber in St. Johann stattfindet. Dabei wurde die Rennloipe so ausgebaut, dass durchgehend zwei klassische Spuren und eine Skatingspur befahrbar sind. Nebenbei ist die gesamte Strecke beschildert und seit Neuestem die gesamte Saison über nutzbar. „Langlaufen ist traditionell ein wichtiges Thema in unserer Region und wir sind bestrebt, das Angebot auch weiterhin auszubauen“, erklärt TVB- Obmann Dieter Jöchler das Engagement im Langlaufbereich.
Dass all diese Maßnahmen Geld kosten, ist dabei unumstritten. Den Langläufern selbst soll das erweiterte Angebot jedoch wie bisher kostenlos zur Verfügung stehen, obwohl mit dem Gedanken der Einführung eines Loipentickets durchaus gespielt wurde. „Unsere Philosophie ist aber, dass das Langlaufen ein zusätzliches Angebot für den Gast ist und daher gratis bleiben soll“, erklärt Martin Weigl, Geschäftsführer des Tourismusverbands St. Johann, und ergänzt, dass mit der Einführung des Tickets auch Einheimische zur Kassa gebeten würden.
Im Vergleich dazu ist es einige Kilometer weiter im Pillerseetal bereits selbstverständlich, ein Langlaufticket zu kaufen. Für einen Tag werden vier Euro verlangt – eine Saisonkarte gibt‘s um 35 Euro, jedoch werden auch Ermäßigungen für Gäste angeboten. Kinder unter 15 Jahren müssen kein Ticket kaufen. Die gute Qualität der Loipen soll mit dem Ticket gewährleistet werden. An namhaften Langlaufregionen wie Seefeld und Ramsau hat sich der Pillerseetaler Tourismusverband dabei ein Beispiel genommen.
Abgegolten müssen aber auch die Grundbesitzer werden, die eine landwirtschaftliche Entschädigung für das Zurverfügungstellen der Felder und Wiesen bekommen. Auch die Anschaffung der Loipenmaschinen und das Personal soll bezahlt werden. In St. Johann gehen jährlich rund fünf Prozent des Budgets in den Langlaufsport. Der Skisport selbst ist aber weiterhin noch unumstritten die Nummer eins in der Region. Bei einer Gästebefragung vor zwei Jahren haben 70 Prozent das Skifahren als Freizeitbeschäftigung angegeben und nur 15 Prozent das Langlaufen.




