Ein Dutzend Geschäfte wandern ab
Von Sabine Kuess
Schwaz – Die Stadtgemeinde Schwaz setzte bereits im Herbst des Vorjahres Initiativen, damit ein Kahlschlag der Innenstadt verhindert wird.
Wie die Tiroler Tageszeitung berichtete, siedeln mindestens fünf Geschäfte aus der Franz-Josef-Straße und der Innsbrucker Straße ab und wechseln in das Einkaufszentrum Stadtgalerien. Immobilienmakler Thomas Grasl wurde beauftragt, die frei werdenden Flächen wieder zu füllen. Das Konzept ist ein dreistufiger Plan, dessen erster Schritt inzwischen abgeschlossen ist. „Thomas Grasl hat bereits eine Ist-Stand-Analyse durchgeführt und alle bekannten Um- und Abzüge erfasst“, informiert Wirtschaftsreferent und Vizebürgermeister Martin Wex im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung.
Bei einem Treffen mit dem Makler in dieser Woche wurden die nächsten Schritte besprochen. „Es gibt jetzt direkte Gespräche mit Hausbesitzern und Geschäftseigentümern. Die Resonanz ist Gott sei Dank sehr gut“, freut sich Wex und erläutert: „Rund achtzig Prozent geben die Erlaubnis, dass Grasl ihre Immobilie im kommenden Halbjahr makeln soll.“
Am 1. Februar ist der nächste Gesprächstermin, bis dahin erstellt der Makler eine kurze Beschreibung der Immobilien. „Darin ist die Preisvorstellung der Eigentümer, aber auch ein Nutzungsvorschlag enthalten“, betont der Wirtschaftsreferent. Denn nicht aus jedem Lokal könne beispielsweise ein Kaffeehaus gemacht werden, ergänzte er. Etwa ein Dutzend der bestehenden Geschäfte wird in Schwaz wandern. Ein Schreibwarenhändler sperrte in dieser Woche zu und gab den Standort Schwaz zur Gänze auf. Auch bei zwei Mobilfunkbetreibern sei die Situation noch ungewiss, verrät Wex. „Aber es passiert schon auch etwas in die umgekehrte Richtung“, betont er. Gerade sei man dabei, beim scheidenden Tabakhändler im Rathaus einen Ersatz zu finden. Dienstleister würden sich auch wieder in der Innenstadt ansiedeln. Obwohl mit der Bewerbung der Flächen noch nicht begonnen wurde, sei bereits Bewegung in der Silberstadt. In der nächsten Stufe werden die freien Flächen mittels Zeitungsinseraten und auf der Homepage der Stadt vermarktet. Eine zentrale Hotline werde laut Martin Wex eingerichtet, bei der sich Interessierte beraten lassen können.
Dass manche Leerflächen auch einige Zeit leer bleiben könnten, sei den Verantwortlichen in der Stadt bewusst. Wex: „Sollten leere Flächen sichtbar werden, werden wir (die Stadt, Anm.) die Schaufenster auch gestalten. Damit es nicht so desolat in den Straßen ausschaut.“




