Gemeinnützige stehen vor Rekordjahr
Innsbruck – Tirols gemeinnützige Bauträger erwarten heuer einen Wohnungsrekord. 1850 Wohnungen sollen dabei in Tirol fertig gestellt werden: großteils Mietwohnungen (1727), aber auch 123 Eigentumswohnungen. Auch das Bauvolumen wird 2012 ausgedehnt. Insgesamt sollen heuer 272 Mio. Euro verbaut werden, davon 232 Millionen in Neubauten und 40 Millionen in die Instandhaltung. Derzeit werde in 40 Tiroler Gemeinden gebaut, berichtet Klaus Lugger, Landesobmann der Tiroler gemeinnützigen Bauträger.
Am 10. Februar sollen auch die ersten Mieter in jene neuen Wohnungen in Innsbruck ziehen, die zuletzt den Teilnehmern an den Olympischen Jugend-Winterspielen als Unterkunft dienten. Bis April sollen nach und nach die 444 Wohnungen des „O3“ übergeben werden. Die Miete werde zwischen 7,10 und 7,30 Euro brutto warm betragen, inklusive Tiefgarage.
Lugger wehrt sich erneut gegen den Vorwurf, die Gemeinnützigen würden Geld und Kapital horten, anstatt mehr Wohnungen zu bauen und damit den Tirolern mehr günstigen Wohnraum zu bieten. „Unser Eigenkapital und unsere Rücklagen sind keine Barmittel, sondern großteils langfristig gebunden“, sagt Lugger. Ende 2010 verfügten die gemeinnützgen Bauträger laut Lugger über ein Eigenkapital von 411 Mio. Euro, davon seien 227 Mio. Euro in bebaute Grundstücke investiert, 77 Mio. Euro wurden für unbebaute Grundstücke ausgegeben, weitere 107 Mio. Euro seien anstelle von Bankkrediten für die Finanzierung eingesetzt worden. 46 Mio. Euro hätten die Bauträger flüssig verfügbar. Bank- und Wohnbaudarlehen von 1,7 Milliarden Euro würden kostendeckend durch Mieteinnahmen finanziert. Jährlich werden 15 Mio. Euro Gewinn erwirtschaftet, betont Lugger. Wie sich die Mietpreise entwickeln, sei ungewiss, so Lugger. „Ich traue mir keine Prognose zu.“ (mas)




