Standort für Kraftwerk fixiert
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Die Innsbrucker Kommunalbetriebe planen, das Regionalkraftwerk Mittlerer Inn auf Pollinger Gemeindegebiet zu errichten.Fotomontage: EQ-vis
Foto: IKB
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Projekt RMI
Leistung/Kosten: Das RMI soll über eine Leistung von 21,2 MW verfügen und 120 Mio. Euro kosten.
UVE/UPV: Die Umweltverträglichkeitserklärung soll Ende 2012 eingereicht werden, die Umweltverträglichkeitsprüfung Mitte 2014 abgeschlossen sein.
Bauarbeiten: Sollen 2014 beginnen und bis 2017 abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme ist 2017 geplant.
Von Nikolaus Paumgartten
Polling – Vor fast einem halben Jahr haben sich die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) offiziell von dem Vorhaben, bei Telfs ein Laufkraftwerk am Inn zu errichten, verabschiedet. Den Schritt begründeten die Verantwortlichen damals unter anderem mit den kostenintensiven Ausgleichsmaßnahmen, die bei einer Realisierung umzusetzen gewesen wären. Für die Gegner des Projektes war es jedoch vor allem das Sonderschutzgebiet der Rietzer Innauen, das den Kraftwerksbau letztendlich verhindert hatte.
Gleichzeitig mit der Verkündung des Abschieds von Telfs haben die IKB ihre Pläne für ein neues Kraftwerksprojekt einige Kilometer weiter flussabwärts präsentiert: das so genannte Regionalkraftwerk Mittlerer Inn (RMI). In enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden der Region will der Innsbrucker Energieversorger 120 Millionen Euro in ein Kraftwerk investieren, das nach ersten Studien in Hatting stehen sollte.
In den vergangenen Monaten wurde das Vorhaben intensiv geprüft und nach energiewirtschaflichen Kriterien berechnet und bewertet. Jetzt steht fest: Der Standort des Kraftwerks rückt rund 700 Meter flussaufwärts und wird damit in der Gemeinde Polling liegen, das Stauwehr wird sich sowohl auf Pollinger als auch auf Pettnauer Gemeindegebiet befinden. Im Zuge der Analysen wurde auch die Strecke, auf der das Flussbett unter dem Wehr eingetieft werden soll, neu festgelegt. Die so genannte Unterwassereintiefung wird sich demnach nun weiter in Richtung Osten erstrecken und macht jetzt auch Zirl zu einer vom Kraftwerksprojekt berührten Gemeinde. Außerdem haben die IKB die ursprünglich anvisierte Leistung von 17,6 Megawatt (MW) – damit könnten rund 25.000 Haushalte mit Strom versorgt werden – auf 21,2 MW nach oben korrigiert.
Vor einigen Wochen haben die IKB mit umfangreichen Bodenuntersuchungen begonnen. Dazu werden im Großraum des Kraftwerksprojekts rund 100 zwischen 60 und 90 Meter tiefe Löcher gebohrt und die Gesteinsschichten analysiert. „Mit den Ergebnissen können wir ein 3D-Modell erstellen, das uns Aufschlüsse über die Grundwassersituation und die zu erwartenden Veränderungen beim Bau des Kraftwerks gibt“, erklärt IKB-Projektleiter Reinhold Gruber.
Ebenfalls seit einiger Zeit findet eine intensive Kommunikation mit den neun Gemeinden von Telfs bis Zirl statt. Zu diesem Zweck wurde ein so genanntes Regionalforum gegründet. Das Gremium aus Bürgermeistern, IKB-Vorstand, Experten und externen Mediatoren kommt regelmäßig zusammen. Hier werden auch weitere Schritte der Kommunikation für die Bevölkerung festgelegt.




