Mehr Jobs, weniger Arbeitslose
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556 Arbeitslose nahmen im Vorjahr an Kursen teil. Um manche Schulungen herrschte ein regelrechtes „G‘riss“.Foto: Funder
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Von Claudia Funder
Osttirol – „Good news“ vom Arbeitsmarktservice Lienz: Die Lage am Osttiroler Arbeitsmarkt hat sich verbessert. Zum einen ist die Zahl der Beschäftigten im Vorjahr gestiegen. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger registrierte ein Plus von 203 Beschäftigten, die Tiroler Gebietskrankenkasse eine Zunahme um 180. Dem AMS wurden 1331 Stellen gemeldet, 95 mehr als 2010.
Andererseits hat sich die Arbeitslosenquote – allerdings auf hohem Niveau – um 0,4 Prozent auf 9,4 Prozent verringert. Im Jahresschnitt waren 1867 Personen als arbeitssuchend gemeldet, um 68 weniger als im Vergleichszeitraum 2010.
Positiv hervorzuheben ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit in allen Altersgruppen bis 50 Jahre, ältere Arbeitslose haben von der positiven Entwicklung am wenigsten profitiert. Auffällig ist die hohe Dynamik: Es gab 7816 Zu- und 8208 Abgänge. Die Dauer der Arbeitslosigkeit sank erstmals unter den Österreichschnitt (93 Tage) auf 91 Tage. Der überwiegende Teil der vorgemerkten Personen findet innerhalb von drei Monaten eine Beschäftigung. Nach Kursen liegt die Vermittlungsquote besonders hoch, 68 Prozent der Männer und 63 Prozent der Frauen finden innerhalb eines Vierteljahres einen Job. Gesunken ist – auch aufgrund der Beschäftigung in sozialökonomischen Betrieben und im Rahmen der Aktion 4000 – die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Sie liegt aktuell bei 3,5 Prozent, 2010 waren es doppelt so viele.
Gibt es regionale Unterschiede? „Die höchste Arbeitslosenquote verzeichnet nach wie vor das Iseltal“, so Otmar Frena, Leiter des AMS Lienz. „Hier besteht der größte Aufholbedarf.“




