03.02.2012
Innsbruck

Für Pension 1,5 Mio. mehr Zahler nötig

Laut Tirols PVA-Chef Bernard braucht es viel mehr Beitragszahler, sonst sinken die Pensionen.

Innsbruck – Um das gesetzliche Pensionssystem aufrecht zu halten, werde es bis zum Jahr 2050 in Österreich wesentlich mehr Beitragszahler geben müssen. Das sagte der Chef der Tiroler Landesstelle der Pensionsversicherungsanstalt, Christian Bernard, bei einem Expertentag der Tiroler Versicherungsmakler in Innsbruck. „Um den Leistungsstandard zu halten, sind 1,5 Millionen mehr Beitragszahler nötig“, so Bernard. Ansonsten würden die Pensionen deutlich sinken.

2011 gab es in Österreich 2,2 Mio. Pensionisten, die von der PVA an Pensionen und Gesundheitsleistungen (Pflegegeld, Reha etc.) 28,5 Mrd. Euro bezogen. Im selben Zeitraum beliefen sich die Einnahmen der PVA auf 22,6 Mrd. Euro. Die Differenz von 5,8 Mrd. Euro schoss der Steuerzahler zu.

Gleichzeitig zählt Österreich derzeit rund 3,4 Mio. Beschäftigte. Bis 2050 werde die Zahl der Beitragszahler im Gegensatz zu den Pensionisten allerdings nicht großartig steigen. 2050 werde es laut Bernard 3,3 Mio. Pensionisten geben, die nach heutigem Wert 56 Mrd. Euro an Pensionen beziehen. In Tirol beispielsweise kämen derzeit auf jeden der 115.000 Pensionisten rund 2,3 Beitragszahler. Optimal wäre ein Verhältnis von mehr als 2,5 Beitragszahlern pro Pensionist, so Bernard. Auch schilderte Bernard die Auswirkungen, würden Pensionen nicht vollständig an die Teuerung angepasst werden. „In 25 Jahren wird der Wert der Pensionen halbiert, wenn nicht an die Inflation angepasst wird“, so Bernard. Er ortet Sparpotenziale bei der gesetzlichen Pension: Ein Ende der Hacklerregelung würde 2 Mrd. Euro bringen, ein Anheben des Pensionsalters um 1,5 Jahre etwa 1,2 Mrd. Euro. (mas)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Fr, 03.02.2012
BTV - VERANLAGEN MIT STRATEGIE
Vorteilszone
Partyfotos
Gewinnspiele
Parship
radio.at
Unterkunftssuche
Panoramabilder
Panoramabilder
"HEISZE TASTEN"
Panoramablick
AGB Kontakt Impressum