04.02.2012
Innsbruck

ÖVAG mit über 1 Mrd. € Verlust

Das Volksbanken-Spitzeninstitut bekommt weniger für den Verkauf der Osttochter.

Wien – Noch im Mai vergangenen Jahres verkündete das Volksbanken-Spitzeninstitut ÖVAG, dass es dem Staat die 2009 bekommene Kapitalspritze von 1 Mrd. Euro „so schnell wie möglich“ zurückzahlen wolle. Die ÖVAG gehört zu 60 % den 60 österreichischen Volksbanken, 34 % besitzen die deutsche DZ Bank und der Ergo-Konzern, die restlichen 6 % die Raiffeisen Zentralbank.

Bis August lautete die offizielle Gewinnerwartung 220 Mio. Euro. Vor diesem Hintergrund sollten die Volksbanken die erste Tranche der Rückzahlung des staatlichen PS-Kapitals im Ausmaß von 300 Mio. Euro aufbringen. Das restliche Kapital sollte die ÖVAG bis spätestens 2014 und 2018 mit 300 bzw. 400 Mio. Euro selbst tilgen. Im Herbst allerdings musste die ÖVAG einräumen, dass 2011 ein Verlust von über 1 Mrd. Euro anfallen werde.

Die russische Sberbank zahlt der ÖVAG weniger für ihre Osteuropatochter VBI als geplant. Statt der ursprünglich vereinbarten mindestens 585 Mio. Euro werde der Nettokaufpreis nun nur rund 500 Mio. Euro betragen. Die Sberbank rechnet mit einem Abschluss des Deals bis 15. Februar. Die ÖVAG hatte sich im Spätsommer mit den Russen auf einen Mindestkaufpreis für die VBI (ohne deren Rumäniengeschäft) verständigt. Seither leidet sie aber unter den neuen Bankgesetzen in Ungarn. (TT, APA, Reuters)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Sa, 04.02.2012
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