Wirbel um Friseurkette
![]() Foto: MEV-Verlag, Germany
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Neu-Rum – Unbezahlte Überstunden, ständige Bereitschaft, Versetzungen, Dienstbesprechungen während der Ruhezeiten und Abmahnungen wegen Toilettbesuchen – gegen diese Arbeitsverhältnisse in der Neu-Rumer Filiale der deutschen Friseurkette „Cutting Crew“ wollten sich die Mitarbeiter zur Wehr setzen. Nachdem die Vorsitzende des eigens gegründeten Betriebsrats ein Forderungsschreiben an die Zentrale in Heilbronn verfasst hatte, wurde zuerst die Crew-Managerin und in Folge alle Mitarbeiterinnen der Filiale Neu-Rum gekündigt. Jetzt geht die Tiroler Arbeiterkammer (AK) gegen Cutting Crew vor. „Hier werden die elementarsten Arbeitnehmerrechte mit Füßen getreten“, sagt AK-Präsident Erwin Zangerl. Alle Kündigungen und Entlassungen würden von den AK-Juristen bei Gericht bekämpft.
Cutting-Crew-Geschäftsleiter Stefan Zwickl hat indes kein Verständnis für das Vorgehen der AK: „Solche Konflikte gehören intern geklärt.“ Die Kündigungen hätten nichts mit dem Betriebsrat zu tun, sagt Zwickl, sondern seien wegen eines Leistungsrückgangs vorgenommen worden. Bei der Cutting Crew gäbe es keine unbezahlte Arbeitszeit, auch die Weiterbildung würde von der Firma bezahlt. Außerdem würde regelmäßig das Gespräch mit den Mitarbeitern gesucht, betont Zwickl. (cs)



