„Innovation ist die Mutter des touristischen Erfolgs“
Von Helmut Wenzel
Landeck – Stillstand bedeutet Rückschritt. Also muss der Tourismus innovative Strategien umsetzen, wenn er sich im globalen Wettbewerb behaupten und auf Erfolgskurs bleiben will. Vor diesem Hintergrund hat die Standortagentur Tirol gestern Mittwoch ihren neuen Innovationsführer vorgestellt – im Landecker Innovationszentrum LanTech, versteht sich.
„Zweck der Übung ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Tourismusbetriebe zu verbessern. Zuerst muss das Innovationsbewusstsein gestärkt werden.“ So bringt Geschäftsführer Harald Gohm das Ziel des Wegweisers mit dem Titel „Von der Idee zu Innovation“ auf den Punkt.
Von einigen wenigen innovativen Vorzeigebetrieben abgesehen gebe es in Tirols Tourismusregionen genügend Handlungsbedarf, ist Projektleiterin Birgit Pikkemaat vom Innsbrucker Institut für innovativen Tourismus überzeugt. Regionen mit starken Seilbahnbetrieben stellt sie allerdings ein gutes Zeugnis aus: „Die Seilbahnen sind Innovationstreiber.“
Keinesfalls würden die heimischen Betriebe an Ideenmangel leiden, stellt die Autorin fest. „Sehr wohl aber gibt es Defizite am strukturierten Umgang mit den Ideen.“ Den Wegweiser versteht sie als „Anleitung zur Umsetzung eines Innovationsprozesses inklusive Controlling“, auch für Klein- und Mittelbetriebe. Um möglichst viele Touristiker zu motivieren, werden Beispiele von innovativen Projekten aufgezeigt, die in Tirol bereits umgesetzt worden sind.
Dank moderner Kommunikationsmittel sei der touristische Markt „extrem schnell“ geworden. „Für den Alpenraum ist der touristische Kuchen am Weltmarkt zuletzt kleiner geworden“, weiß Robert Ranzi, Cluster-Manager der Standortagentur, „wir halten bei einem Anteil von nur noch 4,8 Prozent.“ Der Wettbewerb der Destination werde sich weiter verschärfen. Tiroler Touristiker müssten agieren und auf das richtige Pferd setzen. „Die Standortagentur wird nicht nur die Broschüre verteilen. Wir bieten einmal im Monat Sprechtage in allen Bezirken an“, betont Gohm, der gestern in Landeck bereits die ersten Innovationsgespräche geführt hat.



