Plus für Generali, Unisex-Prämien bis zu 5 % teurer
Innsbruck – Mit den neuen Unisex-Tarifen werden die Prämien für neue Versicherungen bei der Generali um bis zu fünf Prozent steigen. Das sagte Generali-Österreich-Boss Luciano Cirinà am Montag in Innsbruck. Generali-Tirol-Chef Arno Schuchter betonte, dass es auch Gewinner der neuen Tarife geben werde, welche die statistischen Unterschiede bei der Versicherung von Frauen und Männern nicht mehr gelten lassen: „Manches wird billiger, anderes teurer.“ Die Generali stellt mit 21. Dezember 2012 das System im Leben-, Kranken- und Unfallbereich um. Insgesamt 160 Tarife werden derzeit überarbeitet – für Cirinà ein „riesiger Verwaltungsaufwand“ für ein Thema, das „versicherungstechnisch befremdlich“ sei. Wie viel die Umstellung kostet, wollte die Generali nicht beziffern.
Die Zahlen der Generali sind indes durchwegs positiv: Im Vorjahr ist das Unternehmen erneut stärker gewachsen als der Markt. In Tirol hat Österreichs zweitgrößter Versicherer beim Prämienaufkommen um 26,2 % auf insgesamt 190,5 Mio. Euro zugelegt. Durch einige große Abschlüsse mit Firmen explodierte das Geschäft mit Lebensversicherungen um knapp 100 % auf 78,4 Mio. Euro. Auch die private Unfall- und Krankenversicherung entwickelten sich positiv (+4,7 % und +4 %). „Die Tiroler verstärken insbesondere in Krisenzeiten ihren persönlichen Versicherungsschutz“, bemerkte Schuchter.
Profitiert hat die Generali auch im Vorjahr wieder kräftig von ihren Bank-Partnern Bawag und 3-Banken-Gruppe, zu der die BTV gehört. „Das hat uns in Tirol extrem stark geholfen“, sagte Cirinà.
Kaum gewachsen ist allerdings die größte Spartengruppe der Generali – die Schaden- und Unfallversicherung (+1,1 %, 96,3 Mio. Euro). Im heiß umkämpften Markt für Kfz-Versicherungen stagnierte die Generali in Tirol erneut, das Prämienvolumen von 37,2 % bleibt konstant (+0,1 %).
Die Generali hat in Tirol 240 Mitarbeiter (davon 140 Kundenbetreuer) und neue werden wieder gesucht. Wie bereits im Vorjahr sucht das Unternehmen 200 Mitarbeiter für den Außendienst, auch um Lehrlinge wird verstärkt geworben. (wer)


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