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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 01.02.2013

Tirols Touristiker erwarten volle Betten in den Ferien

Der Februar gilt als stärkster Wintermonat, die Buchungslage vor den Semesterferien in Deutschland und Österreich ist tirolweit sehr gut.

Von Beate Troger

Innsbruck – Ab heute wird sich wieder ein riesiger Strom an Touristen Richtung Tirol bewegen: In Wien und Niederösterreich sowie in den neuen deutschen Bundesländern im Osten beginnen die Semesterferien. „Alle wichtigen Regionen in Tirol melden eine sehr gute Buchungslage“, berichtet Florian Neuner, Sprecher der Tirol Werbung. Zudem seien Wetter- und Schneebedingungen optimal, sodass die Hoteliers und Bergbahnen zusätzlich auf zahlreiche spontane Urlauber hoffen. Mit Ferienwochen in den Hauptmärkten Deutschland und Österreich sowie den Krokusferien in den Niederlanden gilt der Februar als stärkster Monat der gesamten Saison. 28 Prozent aller Winternächtigungen werden im Februar erzielt, gefolgt von Jänner mit 24 Prozent.

Im Zillertal hoffen die Touristiker, auch heuer wieder die Millionenmarke bei den Februar-Nächtigungen knacken zu können: „Vereinzelte Zimmer gibt es immer“, sagt Gernot Peasold, Geschäftsführer der Zillertal Werbung, „doch die 50.000 Gästebetten sind den ganzen Monat über nahezu ausgebucht.“ Er geht davon aus, dass die Faschingswoche ab dem 11. Februar die intensivste Phase wird, wenn u. a. die Bayern und Saarländer schulfrei haben.

„Es schaut sehr gut aus“, sagt auch Oliver Schwarz, Geschäftsführer vom Ötztal Tourismus. Sowohl in Sölden und Obergurgl als auch in den vorderen Talorten seien die Buchungen auf sehr hohem Niveau. „Aufgrund des frühen Ostertermins wird die gesamte Wintersaison komprimierter und damit intensiver ausfallen“, sagt Schwarz. Nach einem Februar-Plus von 13 Prozent auf 651.000 Nächtigungen im Vorjahr zeigen sich die Ötztaler zuversichtlich, das Vorjahresniveau wieder zu erreichen. In Kitzbühel seien die Hotels zu 80 bis 95 Prozent bereits gut gebucht, sagt TVB-Marketingchefin Claudia Waldbrunner.

Am Arlberg spielen die Ferienwochen eine untergeordnete Rolle: „Wir haben ein derart internationales Publikum, dass Ferien in einzelnen Märkten nicht so stark ins Gewicht fallen“, erklärt Wilma Himmelfreundpointner, Vize­tourismusdirektorin in St. Anton. Die Buchungslage sei dennoch bereits sehr gut.