Was die Politik trennt, soll „Brückenschlag“ verbinden
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Neustifts Bürgermeister Peter Schönherr, die TVB-Chefs Sepp Rettenbacher (Stubai) und Karl Gostner (Innsbruck) sowie die Planungsverbandschefs Rudolf Nagl und Manfred Leitgeb (v. l.) besiegeln die Gründung einer „ARGE Brückenschlag“.Fotos: Zanon, Hammerle, Böhm, Parigger, Murauer
Foto: REDAKTION
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Von Manfred Mitterwachauer und Christoph Mair
Innsbruck – Sie halten daran fest. Trotz eines klaren Neins der Politik. Mehr noch. Sie bündeln ihre Kräfte. Um die gewünschte Verbindung zwischen den Skigebieten Schlick und Lizum über das Ruhegebiet Kalkkögel doch noch zu realisieren.
Gestern wurde die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) „Brückenschlag“ aus der Taufe gehoben. In ihr versammeln sich die TVB Innsbruck und Stubai, die Planungsverbände Westliches Mittelgebirge und Stubai sowie die Bahnenbetreiber Schlick 2000 AG, Axamer Lizum AG und Mutterer Bergbahnen. Laut Eigendefinition will die ARGE „an einer sinnvollen Weiterentwicklung des Skigroßraumes Mutters, Axams und Stubai arbeiten“.
„Unser vorwiegendes Interesse ist die Verbindung in die Lizum. Die Schlick wäre der nächste Schritt, den wir nicht aus den Augen verlieren wollen“, verdeutlicht Innsbrucks TVB-Obmann Karl Gostner. Man wisse, dass die Zeichen für das große angestrebte Ziel Schlick-Lizum derzeit nicht gut stünden. Dennoch keimt Hoffnung. Die Seilbahngrundsätze seien 2013/14 zu überarbeiten, auch Wahlen stünden bevor. Daher wolle man weiterplanen und -arbeiten, wie Gostner erklärt: „Damit wir dann gleich loslegen können, sollte sich die Situation ändern.“ Daher müssten auch die Zwischenschritte, nämlich die Verbindungen Mutters-Lizum und Neustift-Schlick, jetzt so geplant werden, dass sie später nicht „das große Projekt behindern“.
Für den Stubaier TVB-Obmann Sepp Rettenbacher geht es darum, „das Wünschenswerte im Auge zu behalten und das Machbare umzusetzen“. Dazu zählen für ihn aus Stubaier Sicht die Anbindung Neustifts an die Schlick samt neuer Skiflächen, Verbesserungen in der Schlick und die lifttechnische Erschließung von Burgstall und Goldsutten. „Wenn diese Hausaufgaben gemacht sind, wird vielleicht auch die Politik umdenken“, hofft Rettenbacher. Schließlich sei es überall dort, wo es Zusammenschlüsse gegeben habe, auch touristisch bergauf gegangen. Das Ruhegebiet Kalkkögel werde durch eine Seilbahn, ohne weitere Bauten, nicht zerstört, steht für Rettenbacher fest.
Gelassen sieht die ARGE-Gründung LHStv. Hannes Gschwentner: „Meine Position steht fest. Durch das Ruhegebiet Kalkkögel wird keine Seilbahn gebaut.“ Daran könne auch ein „Brückenschlag“ nichts ändern.




