20.10.2011
Innsbruck Land

Neustifter planen jetzt ihre Seilbahn in die Schlick

Stubaier verhandelten gestern mit Raumordnungs-LR Switak. Auch am Gletscher wird neuer 6er-Sessellift auf das Daunjoch mit Piste geplant.
Im Stubaital werden sowohl in Neustift als auch am Stubaier Gletscher neue Seilbahnpläne gewälzt.Foto: Böhm
Foto: REDAKTION

Von Peter Nindler

Innsbruck – Nachdem das Land Tirol eine Verbindung der beiden Skigebiete Axamer Lizum und Schlick 2000 wegen der Seilbahnquerung durch das Ruhegebiet Kalkkögel ablehnt, konzentrieren sich die Stubaier Touristiker jetzt auf die kleine Lösung. Auch wenn sie die Pläne für eine Skischaukel vom Stubaital in die Lizum und von dort zur Mutterer Alm keinesfalls aufgeben möchten, wollen die Stubaier vorerst ein Seilbahnprojekt vor der Haustüre realisieren. Von Neustift aus sollen eine Seilbahn auf das Sennjoch (Schlick 2000) und eine Skipiste zur neuen Mittelstation errichtet werden.

Am Mittwoch gab es dazu erste Abstimmungsgespräche mit dem Land. „Wir wollten von Raumordnungsreferent LR Christian Switak wissen, was machbar ist“, erklärt Tourismusobmann Sepp Rettenbacher. Nach dem Gespräch zeigte sich Rettenbacher zufrieden: „Das war ein positiver Informationsaustausch. Nach den Seilbahngrundsätzen ist die Bahn möglich, weil es sich um keine Neuerschließung handelt.“ Auch eine Skipiste zur Mittelstation könne realisiert werden. Einem weiteren Lift stehen jedoch die Seilbahngrundsätze entgegen.

Rettenbacher verweist darauf, dass die Stubaier die von der Politik geforderten Hausaufgaben erledigen würden. „Wir stellen das Machbare in den Vordergrund – und das ist eben die neue Seilbahn von Neustift in die Schlick.“ Mit den Detailplanungen soll in den nächsten Wochen begonnen werden.

Pläne gibt es auch bei den Stubaier Gletscherbahnen. Dort wird ebenfalls über eine neue Aufstiegshilfe auf das Daunjoch nachgedacht. Mit dem 6er-Sessellift geht der Bau einer neuen Skiabfahrt einher. Laut TT-Informationen wird derzeit abgeklärt, ob das Vorhaben der Stubaier Gletscherbahnen einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegt oder nicht.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Do, 20.10.2011
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