Eltern wissen nicht, was läuft
Wien – Erst im Herbst hatte eine europaweite Studie gezeigt, dass Österreichs Eltern die Gefahren unterschätzen, denen ihre Sprösslinge im WWW ausgesetzt sind. Dass das so ist, wundert angesichts einer aktuellen Erhebung von Saferinternet.at wenig: Demnach finden zwar 88 Prozent der befragten Eltern, dass sie darüber Bescheid wissen sollten, was ihre Kinder im Internet machen. In der Realität ist dies allerdings nur bei 55 Prozent der Fall, hieß es am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien anlässlich des „Safer Internet Day“ am kommenden Dienstag.
„Diese Zahlen zeigen, dass eigene Ansprüche der Eltern und Realität stark voneinander abweichen“, meinte Bernhard Jungwirth, Saferinternet.at-Koordinator. Das Internet habe einen selbstverständlichen Anteil am Leben von Jugendlichen. „Und das ist gut so.“ Aber sie müssten den kompetenten Umgang lernen, um die Risiken und Fallen zu kennen. Und hier seien die Eltern besonders gefordert.
Gerade bei den Jüngsten sei es wichtig, dass die Eltern sie beim Einstieg in die Online-Welt begleiten. Allerdings zeigen sich hier große Defizite: 18 Prozent der befragten Eltern von Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren haben ihr Kind noch nie bei der Internetnutzung begleitet. Gleichzeitig bemängelt mehr als die Hälfte der Eltern, dass ihre Kinder zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen. (TT, APA)





