08.02.2012, 13:59  Aktualisiert: 08.02.2012, 16:27 
Innsbruck Land

Tiziano Ferro brachte Seefelds Schnee beinahe zum schmelzen

Italo-Popstar Tiziano Ferro hat sein neuestes Musikvideo in Seefeld gedreht. Bei Minus 20 Grad blieb es dem Romantiker aber trotzdem warm ums Herz.
Aufatmen vor atemberaubender Gebirgskulisse. Der italienische Sänger Tiziano Ferro drehte unlängst in Seefeld.Fotos: Olympiaregion Seefeld
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Innsbruck – Tiziano Ferro hat harte, frostige Zeiten hinter sich. Aber damit ist nicht etwa der Dreh zu seinem jüngsten Video „L‘ultima notte al mondo“ gemeint: Bei Temperaturen bis zu Minus 20 Grad war der italienische Popstar gemeinsam mit Filmteam in der Bergwelt und den Wäldern rund um Seefeld unterwegs, um die perfekten Bilder für seine sanfte Ballade „L‘ultima notte al mondo“ zu finden. Das Lächeln soll ihm dabei aber nicht vergangen sein.

Gedreht wurde u.a. in Leutasch, Mösern und Scharnitz. Das Seefelder Joch, die Almhütte bei der Triendlsäge, Wildmoos, das Gaistal und die Isar wurden zu Schauplätzen des Musikclips. Begleitet wurden Ferros Dreharbeiten von dem italienischen Lifestyle-Magazin „Gioia“ ( http://www.gioia.it/Tiziano-Ferro-il-padre-che-sarei ). Bei Temperaturen wie diesen würden intime Gespräche zustande kommen, ist in der dabei entstandenen Coverstory zu lesen. Schließlich spricht der italienische Popsänger in dem „Gioia“-Interview auch offen über die harte Zeit nach seinem Coming-Out vor über einem Jahr. Und wie er die Krisensituation u.a. auch durch Psychotherapie gemeistert habe. Er sei hoffnungsloser Romantiker, so Ferro, der mit 30 Jahren nun offen zu seiner Homosexualität stehen kann. Seit einem Jahr lebt er in einer glücklichen Beziehung. Das neue Album - demgemäß „L‘ Amore e una cosa semplice“ (Die Liebe ist eine einfache Sache) betitelt -, ist in Italien bereits überaus erfolgreich. In Österreich ist der Release für Mai oder Juni geplant.

Den Song „L‘ultima notte al mondo“, die zweite Single-Auskopplung des neuen Albums, hat Ferro 2010 in England geschrieben. Ein Schneesturm hatte damals das ganze Land mehr oder weniger lahmgelegt. In Seefeld fand Ferro nun die perfekte Kulisse für diese Ballade. Das Video spielt aber nicht nur in verschneiter Bergwelt-Kulisse. In einer Almhütte kann der 30-jährige einen nostalgischen, aber nicht unbedingt sentimentalen Blick in seine eigene Vergangenheit werfen. (sire)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mi, 08.02.2012  13:59
aktualisiert: Mi, 08.02.2012  16:27
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