25.06.2012, 08:00 
Flucht in Botschaft

Assange will Garantien für Nicht-Verfolgung in den USA

Der Wikileaks-Gründer will sich in Schweden zu den Vorwürfen befragen lassen - wenn er die diplomatische Garantie bekommt, nicht in die USA ausgeliefert zu werden.
Vor der Botschaft Ecuadors demonstrieren die Unterstützer von Julian Assange.
Foto: EPA

Sydney – Der Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange hat diplomatische Garantien dafür gefordert, dass ihm bei einer Auslieferung von Großbritannien an Schweden nicht in einem zweiten Schritt der Prozess in den USA gemacht wird. Der Australier erklärte in einem Interview mit der Zeitung „Sydney Morning Herald“ vom Montag, er sei bereit, sich in Schweden wegen der ihm zur Last gelegten Sexualdelikte befragen zu lassen.

In dem aus der ecuadorianischen Botschaft geführten Gespräch äußerte Assange aber zugleich die Befürchtung, dass Schweden ihn an die USA ausliefern könnte. Dort dürfte er wegen der brisanten Enthüllungen durch seine Website Wikileaks verfolgt werden. Letztlich sei es eine Frage von Garantien, die Großbritannien, Schweden und die USA zu geben bereit seien, fügte der 40-jährige Internetaktivist hinzu. Beispielsweise könnten die USA garantieren, dass es keine weiteren Ermittlungen zu den Veröffentlichungen durch Wikileaks geben werde.

Assange droht derzeit eine Auslieferung von Großbritannien an Schweden. Um letztlich einer Überstellung an die USA zu entgehen, hatte er vergangene Woche in der Botschaft Ecuadors in London Zuflucht gesucht und einen Antrag auf politisches Asyl gestellt. (APA/AFP)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mo, 25.06.2012  08:00
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