20.08.2012
Gadgets

Das neue Daheim braucht Technik

Egal, ob es in ein Studentenheim oder eine kleine Wohnung geht: Ohne Technik lässt es sich nicht mehr studieren. Was Studierende alles brauchen könnten.
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Gadgets & Apps für Studierende

Laptop: Nicht immer muss man das Neueste haben, beim Neukauf eines Computers jedoch absolut! Intels neue „Ivy Bridge“-Prozessoren sind ein absolutes Muss, denn sie leisten mehr und brauchen weniger Strom als die Vorgänger. Erkennbar sind sie am 3er bei der Typenbezeichnung (z. B. i7-3770). Vier Gigabyte Hauptspeicher sind ein Muss, in den meisten Fällen kann man eine superschnelle Chip-Festplatte (SSD) auch später nachrüsten. Günstige Angebote gibt es vielfach an Uni-Ständen in den ersten Wochen.

E-Reader: Lesen gehört zur Jobbeschreibung von Studierenden. Weil nicht alles ausgedruckt werden muss, stehen elektronische Lesegeräte mit ihren augenschonenden Bildschirmen hoch im Kurs. Amazons Kindle ist die klare Nummer eins, aber auch Sonys neuer E-Reader (PRS-T2, 129 Euro) ist wirklich gut, noch viel leichter und ebenso universell einsetzbar.

USB-Festplatte: Wer größere Dateien wie Seminararbeiten sichern oder mit Kollegen austauschen will, braucht USB-Sticks. Mehr Platz gibt es mit externen Festplatten. Kleine 2,5-Zoll-Varianten fassen 500 Gigabyte und mehr. Preislich beginnen sie bei etwa 75 Euro.

Notizprogramme: Infos aller Art überall griffbereit zu haben, vereinfacht das Studentenleben ungemein. Sowohl Microsofts OneNote als auch Evernote leisten hervorragende Dienste. Wem Plattformunabhängigkeit wichtig ist, sollte eher zu Evernote greifen, das zudem gänzlich kostenlos ist. OneNote gibt es als Teil der Students-Ausgabe von Microsoft Office.

Google Drive & Co.: Seminararbeiten im Teamwork können nervenaufreibend sein. Wer nicht Einzelteile zusammenfügen will, greift zum WebOffice Google Drive, das bei Gmail inkludiert ist. Microsoft bietet mit Skydrive eine ähnliche Lösung an. Bei beiden können mehrere Nutzer gleichzeitig an einem Dokument arbeiten. So haben alle Beteiligten stets den letzten Stand eines Dokuments griffbereit. Beide sind kostenlos.

Smartphones: Sowohl das soziale Leben als auch die Tätigkeit als Student schreien nach einem Handy. Ein solches ungebunden zum vollen Preis (500 Euro für Topmodelle) zu kaufen, lohnt sich mit dem Einsatz von Billig-SIM-Karten in den meisten Fällen. So wird auch das sehr knappe Monatsbudget deutlich entlastet.

Von Georg Holzer

Innsbruck – Lange dauert es nicht mehr, bis wieder viele angehende Studierende von zu Hause aus- und ins Studentenheim einziehen. In den USA und immer mehr auch bei uns gibt es um diese Zeit jede Menge „Back to school“-Angebote, die vor allem elektronischer Natur sind. Klarerweise stehen Computer, Smartphones und andere Gadgets hoch im Kurs.

Bei der teuersten Anschaffung, dem Laptop, ist noch ein wenig Geduld angesagt. Je länger man warten kann, desto besser werden die Angebote. Erst wenn alle Studierenden zurück sind, gibt‘s an diversen Unis Verkaufsstände und im Netz gute Angebote. Spannend bleibt etwa, ob Apple demnächst neue 13-Zoll-Macbooks mit Retina-Display bringt. Wer einen Windows-Rechner kaufen will, sollte unbedingt darauf achten, dass nur die neueste Chipgeneration namens „Ivy Bridge“ eingebaut ist. Sie ist deutlich leistungsfähiger und spart mehr Strom als ältere „Sandy Bridge“-Prozessoren.

Auch bei der Software gibt es jede Menge guter Angebote, damit Studierende „sauber“ arbeiten können. Spezielle, für das Studium notwendige Software bekommt man in vielen Fällen über die Universität kostenlos zur Verfügung gestellt. Hier empfiehlt es sich, beim jeweiligen Zentralen Informatikdienst (ZID) nachzufragen.

Bei Smartphones ist ebenfalls Warten angesagt. Einerseits kommen spezielle Studierenden-Angebote erst mit Uni-Start Anfang Oktober. Andererseits stellt Apple am 12. September sein nächstes iPhone vor und niemand sollte jetzt ein (womöglich bald uncooles) Smartphone kaufen. Ein magisches Wundergerät darf man sich vermutlich nicht erwarten, weshalb jetzt ein Blick in die Android-Abteilung nicht falsch ist.

In jedes Heimzimmer gehört ein Drucker und damit man nicht wegen jeder Kopie auf die Uni laufen muss, empfiehlt sich eine Drucker-Scanner-Kopierer-Lösung. Solche Geräte gibt es bereits ab etwa 60 Euro. Doch Vorsicht: Beim Kauf sollte man den viel teureren Tintenverbrauch einkalkulieren. Schwarz-Weiß-Laserdrucker sind zwar in der Anschaffung teurer, im Unterhalt aber deutlich billiger.

Dafür kann der Scanner viel Geld sparen: Nicht alles muss kopiert werden – einscannen und am iPad lesen ist viel günstiger. Einzelne Buchseiten kann man mit entsprechender Software (OCR-Zeichenerkennung) in ein E-Book verwandeln. Auch längere Artikel aus dem Web liest man mit Kindle, Sony Reader & Co. viel leichter.

Apropos Bücher: Wie zu Weihnachten gilt auch am Uni-Start, dass man mit Gutscheinen nie falsch liegt. Studierende müssen schließlich jede Menge Bücher und Büroartikel kaufen. Ebenfalls beliebt: Gutscheine für den Musikdienst Spotify oder iTunes-Geschenkkarten für Apps oder Musik.

Nicht nur für den (hoffentlich legalen) Austausch von Dateien, sondern auch für das Backup von Seminararbeiten ist eine externe USB-Festplatte Pflicht.

Zu guter Letzt darf Unterhaltung in keinem Studienzimmer fehlen. Ein Fernseher mitsamt Playstation oder Xbox kann ebensowenig schaden wie auf das körperliche Wohl zu achten. Sportartikel können auch ein tolles Geschenk sein. Und wenn noch etwas Geld übrig ist, wäre etwas für die Kreativität gefragt: Spiegelreflexkameras halten die tollsten Studentenmomente am Leben.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mo, 20.08.2012
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