Lugner: „Gut möglich, dass Menowin wieder im Knast landet“
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Richard Lugner wollte Menowin Fröhlich unter die Arme greifen, die Zusammenarbeit lief aber nicht ganz so reibungslos wie gedacht. Foto: APA/EPA
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Von Köksal Baltaci
Innsbruck – Für den Sieg bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) hat es nicht gereicht. Stattdessen landete Menowin Fröhlich (22) mit seiner skandalträchtigen Vergangenheit und einem Quantum Talent in den Armen Richard Lugners und seines Schwiegersohns in spe Helmut Werner, seines Zeichens Manager von Beruf. Schon bald könnte der „DSDS“-Zweitplatzierte aber ganz allein dastehen. Denn nach den Vorfällen der letzten Wochen – Menowin soll angeblich Helmut Werner eine Kopfnuss verpasst und ihn leicht verletzt haben, es gilt die Unschuldsvermutung – könnte Richard Lugner der Kragen platzen. Nicht zuletzt, weil Menowin seit Tagen abgetaucht ist. Lugner im Interview:
Ist Ihr Schützling Menowin Fröhlich wieder aufgetaucht, haben Sie oder sonst jemand Kontakt zu ihm?
Richard Lugner: Nein, leider immer noch nicht. Ich selbst stehe sowieso nicht in ständigem Kontakt zu ihm, Helmut Werner macht das für mich, auch er hat ihn soweit ich weiß bis jetzt noch nicht erreicht. Zwischenzeitlich hat sich aber ein von Menowin beauftragter Anwalt gemeldet und mitgeteilt, dass Menowin die fünf für Juli gebuchten Auftritte wahrnehmen werde.
Wie soll’s denn nun weitergehen mit Menowin, allzu viel Freude hat er Ihnen ja in den letzten Wochen nicht bereitet?
Lugner: Unser Vertrag mit ihm läuft noch bis Ende Juli, von Anfang August bis Mitte September hätten wir darüber hinaus eine Tournee mit ihm geplant, mit der er eine Menge Geld verdienen könnte. Aber er will die Tournee nicht machen, und einen Vertrag haben wir diesbezüglich noch nicht abgeschlossen. Auch seinen wöchentlichen Auftritt in Mallorca will er nicht wahrnehmen.
Wieso denn das?
Lugner: Hauptsächlich wegen seines Cousins Mike, der ihm ständig einredet, er solle nicht nur arbeiten, sondern auch mal leben. Der Zirkusdirektor von Louis Knie wollte ihm für 20 Minuten „Meet & Greet“ 3000 Euro geben. Er hätte nur für die Gäste Autogramme schreiben und ein paar Hände schütteln müssen. Auch das wollte er nicht machen. Und das als jemand, der noch vor zwei Monaten keine 50 Euro in der Tasche hatte.
Wieviel Geld hat er denn mit Ihnen schon verdient?
Lugner: Über Geld reden wir nicht.
Sie selbst haben aber schon ein bisschen was mit ihm verdient…?
Lugner: Das Management und die Agenturen, die ihm seine Auftritte in Diskotheken vermittelten, haben natürlich etwas verdient, ist doch klar.
Wollen Sie überhaupt noch mit Menowin zusammenarbeiten, oder haben Sie die Nase voll?
Lugner: Das hängt jetzt auch von seinem Bewährungsrichter ab, den es sicher freundlicher stimmen würde, wenn Menowin weiterarbeitet. Und wenn er das will, würden wir unsere Zusammenarbeit mit ihm gern fortsetzen. Nur muss er das auch selbst wollen und nicht nur auf der faulen Haut herumliegen. Wir haben schließlich Verträge mit Veranstaltern vereinbart und laufen Gefahr, unser Gesicht zu verlieren, sollten diese Auftritte platzen. Allzu viel Hoffnung hab’ ich aber nicht. Mal sehen, wie er das mit seinem Bewährungsrichter hinbekommt, mit ihm muss er jetzt seine Probleme besprechen. Gut möglich, dass er wieder im Gefängnis landet.
Mit schwierigen Stars haben Sie schon jede Menge Erfahrung gemacht, oder?
Lugner: Mit Stars, und Menowin ist nun mal einer, gibt es oft Schwierigkeiten, das kenne ich von meinen Opernballgästen. Was abgemacht wurde, und was dann tatsächlich geleistet wird, sind meist zwei verschiedene Paar Schuhe. Das lässt sich eben nicht ändern.
Trauen Sie Menowin eigentlich eine große Karriere als Sänger zu?
Lugner: Das Talent dazu hat er, aber er muss auch etwas dafür tun und weniger auf seinen Cousin Mike hören, sonst endet er schnell wie etwa Lindsay Lohan.
Wie geht’s eigentlich Helmut Werner und seiner Wunde am Kopf?
Lugner: Das ist ja schon länger her, es geht ihm wieder besser. Er ist gerade auf Urlaub in Ägypten mit meiner Tochter, meiner Ex-Frau und Ex-Schwiegermutter.
aktualisiert: Mi, 16.02.2011 10:21





