Stierkämpfe gehören endlich abgeschafft
Thema: Zum Leserbrief von Helmut Steinle „Bildbericht fiel zu brutal aus“ über das Foto eines verletzten Toreros.
Jährlich werden in Spanien ca. 70.000 Stiere beim Stierkampf getötet, wobei es sich hier um ein sehr einseitiges Geschehen handelt. Der Stier wird mindestens 24 Stunden vor dem „Kampf“ in einer Steige angekettet, in welcher ihm nicht einmal die Möglichkeit bleibt, sich zu bewegen. Die Stimmbänder werden ihm durchschnitten, damit er nicht vor Schmerz schreien kann, die Hoden werden zusammengebunden, um den Stier vor Schmerz außer sich werden zu lassen. Der Raum ist vollkommen abgedunkelt, um beim Einlauf in die Arena eine Blendung herbeizuführen, die Hörner werden rundgefeilt, damit nur ja der Torero keine Verletzung erleidet.
Dann stürmt der Stier unter dem Gejohle der Menschen unter unerträglichen Schmerzen in die Arena und wird von einem tierquälerischen und mordlustigen Torero drangsaliert und dann getötet. Deshalb kann man nicht zu den „Stierkämpfen stehen, wie man will“, weil es sich um eine äußerst grausame Art der Tierquälerei handelt, die sofort und ohne jede Diskussion abgestellt gehört. Und bei einem Torero, der solche Tierquälereien am laufenden Band betreibt, hält sich mein Mitleid wirklich sehr in Grenzen. Doris Renner 6020 Innsbruck Auf die menschenunwürdige Darstellung des ach so armen Toreros, der sich freiwillig in diese Situation bringt, sollen wir verzichten? Warum? Und zu Stierkämpfen, die ja der Tradition wegen sogar von der EU gefördert werden, gibt es nur eine Einstellung: Diese genehmigte öffentliche Tierquälerei gehört endlich abgeschafft. Die Stiere suchen sich dieses blutrünstige Spektakel nicht selber aus. Solche Ungeheuerlichkeiten gehören viel mehr in den Medien gebracht, um den Menschen, die glauben, sie seien das Wichtigste auf der Welt, den Umgang mit Tieren besser vor Augen zu führen. Danke an den Journalisten! Peter Kahr, Obmann Tiroler Tierengel e. V., 6020 Innsbruck
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Publiziert am:
Mo, 31.05.2010



