Koran-Verbrennung: Obama spricht von „destruktiver Geste“
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Obama warnt den radikalen Pastor Terry Jones vor den geplanten Koranverbrennungen. Foto: AP
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Washington – US-Präsident Barack Obama hat die von einer evangelikalen US-Christengruppe geplante Koran-Verbrennung scharf verurteilt. „Das ist eine destruktive Geste“, die „den Werten Amerikas völlig widerspricht“, sagte Obama dem Fernsehsender ABC am Donnerstag in einem Interview. „Wissen Sie, das könnte schwere Gewalt an Orten wie Pakistan oder Afghanistan nach sich ziehen“, fügte Obama hinzu.
Der US-Präsident zeigte sich besorgt um die Sicherheit der US-Soldaten: „Als Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte möchte ich (dem Pastor Terry Jones) sagen, dass sein Vorhaben unsere Männer und Frauen in Uniform im Irak und in Afghanistan wirklich gefährdet“, sagte Obama. „Das ist ein Glücksfall für Al Kaida, um Leute anzuwerben“.
Eine Gruppe fundamentalistischer Christen aus Florida hat angekündigt, zum Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September den Koran zu verbrennen. Die vom Pastor Terry Jones geführte Gruppe zeigt sich nun erstmals gesprächsbereit: Falls ihn das Weiße Haus direkt um eine Absage der für Samstag geplanten Aktion bitten würde, würde er den Plan „definitiv überdenken“, sagte Terry Jones, Pastor der Fundamentalistengemeinde Dove World Outreach Center in Gainesville in Florida, in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung „USA Today“. Bisher sei die US-Regierung aber nicht mit ihm in Kontakt getreten. „Ein Anruf von ihnen wäre etwas, das wir nicht ignorieren würden“, sagte er mit Bezug auf die Regierung in Washington.(APA/AFP)
aktualisiert: Fr, 10.09.2010 06:15


