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Kufstein

Übernahme bestätigt: Friends of Sports kauft Kneissl

Den Gerüchten rund um den Verkauf der Skifirma Kneissl ist nun ein Ende gesetzt. Bestbieter und vermutlich neuer Eigentümer ist die Friends of Sports Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs GmbH. Das bestätigte diese in einer Aussendung am Donnerstag.

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Kufstein – Die in Kufstein ansässige Skifabrik Kneissl hat nun einen Käufer gefunden. Die deutsche Friends of Sports Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs GmbH hat heute, Donnerstag, den Zuschlag als Bestbieter für die Übernahme der Kneissl Skifabrik an den Masseverwalter Stefan Geiler bestätigt.

Die Verträge werden laut Pressemitteilung von Kneissl kommenden Montag endgültig besiegelt. „Der Fortbestand der Marke Kneissl und der damit verbundene Produktionsstandort Kufstein sei damit gesichert.“

Im Hintergrund des Käufers stehe Andreas Kramer, nebst Investoren aus dem Familienkreis. Mit dem Kauf der Kneissl Skifabrik in Kufstein rette Kramer nicht nur die Marke Kneissl, sondern „sichert auch Arbeitsplätze. Alle bisweilen beschäftigten Arbeitnehmer werden in den nächsten Tagen kontaktiert und erhalten verbindliche Anstellungsverträge von Kramer“, erklärt Kramer in der Aussendung.

Am Standort Kufstein solle innerhalb der nächsten Jahre eine der größten und modernsten Boardsportproduktionsfirmen in Europa entstehen. „Es werden neben Skiern in Zukunft auch Snowboards, Skateboards, Kiteboards und Wakeboards in Tirol produziert.“ Laut Kramer sei der Standort Kufstein strategisch hervorragend und man plane innerhalb der nächsten Jahre bis zu 70 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Der komplette hochmoderne Maschinenpark aus der deutschen Produktionsstätte werde vollständig nach Österreich verlagert.

Kramer habe zugesagt, dass sämtliche derzeit in Fremdproduktion gefertigten Aufträge im Brettsportbereich zukünftig in Kufstein gefertigt werden sollen. Zusätzlich werde auch das neue Weltpatent von Kramer im Snowboardbereich in Kufstein gefertigt werden.

Perfekt ist der Kauf allerdings erst dann, wenn das Insolvenzgericht den Plänen Kramers zustimmt. (tt.com)

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