Klimawandel verdrängt die heimischen Tiere
![]()
Franz Rossnagl präsentiert Berti Biber und seine Freunde. Sie klären die Volksschulkinder über Klima und Naturgefahren auf.
Foto:
|
||
Schulprojekte
Mehr über Berti Biber und seine Freunde lest ihr auf tonitimes.tt.com. Dort erzählen euch auch „Größere“ über ihre Energieprojekte.
Die Erde wird wärmer und wärmer. Seit 1850 ist die weltweite Durchschnittstemperatur um ein Grad gestiegen, in den Alpen sogar um zwei Grad. Das klingt jetzt nicht außergewöhnlich, denn im Lauf der Erdgeschichte hat es immer wärmere und kältere Zeiten gegeben. „Neu ist, dass jetzt die Wärmeperiode so schnell voranschreitet, und das muss den Menschen ein Warnsignal sein“, erklärt Franz Rossnagl, Lebensministerium, den Schulgruppen auf dem Klimakongress, der diese Woche in Innsbruck stattgefunden hat.
Dieser rasche Klimawandel führt dazu, dass die Eismassen der Pole und die Gletscher schmelzen und die Lebensräume der Pflanzen und Tiere sich verschieben. Wird es wärmer, kommen z. B. Tiere in den Alpenraum, die es hier vorher nie gegeben hat, wie die Gottesanbeterin. Diese „fremden“ Arten verdrängen wiederum die einheimischen Tiere. Nicht zurecht kommen auch die Murmeltiere mit dem neuen Klima. Finden sie nicht eine gewisse Kälte vor, verziehen sie sich in Höhlen. Dort wird es aber für alle zu eng, das stresst die Tiere und sie zeugen keinen Nachwuchs mehr. Gut beobachten können die Klimaforscher auch, dass es nicht mehr regelmäßig regnet, sondern sich lange Trockenzeiten – wie derzeit in Österreich – mit Starkregenfällen abwechseln. In Afrika bedeutet das für die Menschen, dass es lange Dürreperioden gibt, in denen die Früchte auf den Feldern vertrocknen. Den starken Regen, der dann einsetzt, kann der Boden nicht mehr aufnehmen. Das Wasser versickert nicht, sondern führt im schlimmsten Fall zu gefährlichen Überschwemmungen von riesigen Gebieten. Die Naturkatastrophen sehen in den Alpen etwas anders aus. Durch die Erwärmung geht die Eiskittmasse, die die Steine zusammenhält (Permafrost) auf und das führt zu Steinschlägen und Felsstürzen, die extrem zugenommen haben. In den Alpen machen Tieren und Pflanzen auch die langen Trockenzeiten zu schaffen. „In einem solchen Klima fühlt sich der Borkenkäfer richtig wohl. Der Schädling vermehrt sich rasant und setzt unseren wichtigen Bäumen, den Fichten, zu. Ist der Wald krank oder kaputt, kann er seine Schutzfunktion nicht mehr ausüben. Die Bäume sind zu schwach, um Lawinen oder Felsstürze aufzuhalten.“ Einfach hinnehmen müssen wir diese Entwicklung nicht: „Wichtig ist, dass der CO2-Ausstoß zurückgeht. Das erreichen wir leichter, wenn wir mehr mit dem Zug statt mit dem Auto fahren und den Stromverbrauch reduzieren. (Brigitte Warenski)

