Oblader Wasser darf sich mit Landesadler schmücken
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LH Günther Platter verlieh gestern das Landeswappen an Familie Thomas (l.) und Christine Kirschner. BM Toni Netzer zeigt stolz das Produkt.Foto: Wenzel
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Von Helmut Wenzel
Ladis – Es ist ein staatlich anerkanntes Heil- und Mineralwasser, das in der Sauerbrunnquelle von Obladis entspringt. Im Familienbetrieb von Thomas und Christine Kirschner wird das Tiroler Sauerbrunn abgefüllt und kommt in den Getränkehandel. Seit gestern Mittwoch darf der Oblader Familienbetrieb auch das Tiroler Landeswappen führen.
„Der Betrieb und das Produkt haben alle Voraussetzungen einwandfrei erfüllt, die für die Wappenverleihung nötig sind“, erklärte LH Günther Platter beim Festakt. Nachdem er sich eingehend über das Heilwasser und seine Geschichte informiert hatte, stellte er fest: „Es enthält Natrium und wirkt gegen hohen Blutdruck. Daher werde ich bei der nächsten Landtagssitzung bereits Tiroler Sauerbrunn servieren.“ Womit der Landeshauptmann den Lacher auf seiner Seite hatte. „Den Beschluss zur Wappenverleihung hat die Landesregierung auf meinen Antrag gefasst“, bemerkte er.
Für die Gemeinde Ladis sei die Auszeichnung ein großes Ereignis, sagte Bürgermeister Toni Netzer: „Dem Familienbetrieb von Thomas und Christine Kirschner kann ich nur gratulieren.“ Die strahlende Firmenchefin versprach: „Der Tiroler Adler wird es gut bei uns haben.“
Der Legende nach hat im Jahr 1212 der Hirte Nikolaus Schederle bemerkt, dass seine Ziegen sehr gerne ein bestimmtes Wässerchen tranken. Das machte ihn neugierig und er stellte fest, dass es ihm guttat und eine anregende Wirkung hat. Bald überzeugte das Wasser neben den Bewohnern des Tales auch den Adel. Erzherzog Ferdinand II. (1529 bis 1595) ließ es für seinen kranken Sohn nach Innsbruck bringen. Nach dessen wunderbaren Genesung wurde 1571 eine Marmorsäule über der Quelle errichtet.


