Facebook übt sich in der Meinungsforschung
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Mitt Romney (l.) konnte die bisherigen Vorwahlen für sich entscheiden, die Fans von Ron Paul (M.) sind online die Aktivsten. Newt Gingrich (r.) registriert die meisten Negativ-Meldungen.
Foto: AP
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Washington – Das soziale Netzwerk Facebook und seine Vorräte an privater Information über Millionen von Menschen ist bereits seit langer Zeit als wahre Goldgrube für Vertreter der Werbeindustrie bekannt. Aber auch für die Analyse politischer Stimmung scheinen sich Status-Meldungen äußerst gut zu eignen.
In Zusammenarbeit mit dem US-Politikportal Politico hat Facebook seit Mitte Dezember jede Erwähnung der republikanischen Kandidaten durch US-User aufgezeichnet und grafisch aufbereitet.
Dadurch soll nicht nur dargestellt werden können, welcher Kandidat auf Facebook am meisten im Gespräch ist, es soll auch festgestellt werden, ob dies in einem negativen Kontext geschieht. Dafür werden mit negativ besetzten Adjektiven versehene Meldungen als negativ eingestuft.
Facebook verspricht, die Daten würden streng vertraulich behandelt, kein Mitarbeiter bekäme die betroffenen Statusmeldungen und privaten Nachrichten tatsächlich zu sehen. Stattdessen durchforste ein Computerprogramm das Netzwerk nach den Namen der Kandidaten und registriere diese Meldungen.
Wenig überraschend kann einmal mehr Kandidat Ron Paul seine Anhänger auf Facebook am besten mobilisieren, die meisten Negativ-Meldungen wurden im ersten Monat zu Newt Gingrich registriert.
Das Forschungspotential der Analyse zeigen die Zahlen der US-Nutzer auf Facebook. Auch wenn das Netzwerk keine genauen Zahlen nennt, gab man soviel zu verstehen: Es sind mehr Personen, als 2008 zur Wahl gingen. (tt.com)
aktualisiert: Mo, 16.01.2012 14:31

