Spiele lösen sich nicht in Rauch auf
Innsbruck – Was bleibt von den ersten Olympischen Jugend-Winterspielen, für die Tirol vor vier Jahren den Zuschlag erhalten hatte?
Innsbruck, Seefeld und Kühtai seien „perfekte, sympathische Gastgeber“ gewesen, heißt es. Eine Formulierung, die sich in allen offiziellen Bilanzen, von den Tourismusbüros bis in die politischen Amtsstuben, wiederfindet.
„Am ersten Wochenende vom 12. bis 15. Jänner war die Stadt ausgebucht und auch den Rest der Woche waren wir überdurchschnittlich gut belegt“, freut sich etwa Innsbrucks Tourismusdirektor Fritz Kraft, dass die Jugendspiele im sonst mäßig gebuchten Jänner die Betten gefüllt habe. Viele der Gäste hätten bereits einen Folgebesuch angekündigt. Ähnliche Töne vernimmt man von Tirolwerber Josef Margreiter; Das Sportland Tirol habe eine ausgezeichnete Visitenkarte abgegeben und seine „Kompetenz als Austragungsland“ unter Beweis gestellt.
900 Medienvertreter hätten zudem Bilder vom märchenhaft verschneiten Tirol um die Welt gehen lassen. Für Seefeld sei es noch zu früh, um Zahlen zum Nächtigungsplus zu nennen, erklärt TVB-Chef Markus Tschoner. „Der Funke ist übergesprungen.“ Weiterglühen soll er z. B. in den neuen, touristisch nutzbaren Anlagen für Biathlon und Skisprung.
In Innsbruck blieben die 444 Wohnungen im dritten olympischen Dorf als nachhaltiges Erbe, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer muss also nicht lange nach einer Antwort suchen. Schon im März sollen Innsbrucker Familien darin ihre neue Heimat finden. „Die Realisierung des O-Dorfs in dieser Zeit wäre ohne die Jugendspiele nicht möglich gewesen“, erinnert die Stadtchefin.
Von höchster sportlicher Stelle sparte Jacques Rogge nicht mit Lobesworten. Der 69-jährige Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nannte das Kultur- und Bildungsprogramm kurzerhand „eine Erfolgsstory“. „Wir wollen der Jugend Werte vermitteln“, meinte Rogge. Und ergänzte in Blickrichtung YOG 2016 in Lillehammer: „Das Konzept stimmt, das haben wir in Innsbruck gesehen.“ Das Schlusswort gehört ÖOC-Präsident Karl Stoss: „14 Medaillen für unser Team. Das ist super, super, super.“ (TT, cm)


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